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Agenda of the Modern RE 2017

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Warum die Digitalisierung nicht ohne soziale Technologien funktioniert – oder warum Moderne RE vielmehr eine soziale Innovation als eine Veränderung im Prozessmodell ist.

Referent: Boris Gloger, borisgloger consulting GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 09:10 - 10:10 Uhr

Abstract: Die Digitalisierung erfordert ein Umdenken in der Art und Weise wie Firmen ihre Projekte durchführen, weil eines wichtig geworden ist: Geschwindigkeit. Viele Firmen suchen die Rettung im Aufbau von Innovationslabs. Sie sollen nicht nur neue Ideen bringen, sondern vor allem es wieder möglich machen, schneller zu Ergebnissen zu kommen. Viele glauben dabei noch immer, es ginge bei all dem um ein neues Prozessmodell, neue Technologien oder der Klassiker: andere Leute.

Dass es hierbei jedoch nicht allein auf Cloud-Computing, Automatisierung und künstliche Intelligenz ankommt, sondern es sich um eine grundlegende Änderung in der Art und Weise wie Menschen zusammenarbeiten handelt, zeigt Boris Gloger, einer der Pioniere der agilen Bewegung. Er spannt in seiner Keynote den Bogen von agilem Management über Design Thinking, DevOps und OKRs. Neue soziale Technologien, die es ermöglichen die Produktivität in Projekten dramatisch zu steigern.


Boris Gloger, Boris Gloger Consulting GmbHBoris Gloger war einer der ersten Certified Scrum Trainer weltweit und hat in seinen Trainings seit 2004 über 5000 Menschen für Scrum begeistert. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Managementberatung Boris Gloger Consulting GmbH (Baden-Baden, Wien), die sich auf das Management-Framework Scrum in der agilen Organisations- und Produktentwicklung spezialisiert hat. Als Autor und Co-Autor hat Boris Gloger bisher sechs Fachbücher zu den Themen agiles Management und Scrum verfasst, darunter „Der Agile Festpreis – Leitfaden für wirklich erfolgreiche IT-Projekt-Verträge (2. Aufl., Hanser 2014) in Zusammenarbeit mit Dr. Andreas Opelt, Ralf Mittermayr und Dr. Wolfgang Pfarl.

Vor der Gründung seines Unternehmens arbeitete der gebürtige Wiesbadener als Business Analyst, Team Leader, Projektmanager und Scrum Consultant u.a. für EDS, Nokia und BenQ. Zum Kundenportfolio der Boris Gloger Consulting GmbH gehören mittelständische Unternehmen sowie internationale Unternehmen und Konzerne aus der Automobilindustrie, der Medizintechnik und der Hard- und Softwareentwicklung.

Using Agile Methods to Improve Efficiency in Requirements Engineering

Referent: Colin Hood, Colin Hood Systems Engingeering

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 16:40 - 17:40 Uhr

Abstract: Consider the Agile Manifesto from 2001:
there are two main principles which we shall concentrate on here; the respectful treatment of people, and dealing flexibly with changes i.e.

- Individuals and interactions over processes and tools
- Responding to change over following a plan

These two principles underpin the other principles.
We see that:
agreeing responsibility with small teams made individuals and interactions more important than mindlessly following a process,
and responding to change is easy with small teams and fewer requirements.

When trying to improve requirements engineering performance, these two principles are unfortunately often not given the priority needed to support people in the stressful situations of organisational change.
People managing organisational change such as improving requirements engineering, need to understand that the biggest challenge is keeping people motivated, and protected from stress. We need to use the values inherent in the Agile Manifesto, that are: treat people with respect, and be flexible when faced with changing situations rather than blindly following an out-of-date plan.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag?

- agreeing responsibility with small teams make individuals and interactions more important than blindly following a process
- responding to change is easier with small teams and fewer requirements


Colin Hood, Colin Hood Systems EngingeeringColin Hood started work in the electrical and electronics industry in 1977, and has been a systems engineer since 1985. He has worked as trainer and coach for requirements engineering since 1987. Colin Hood together with partners of Colin Hood Systems Engineering supports customers world-wide to successfully improve quality and delivery through system engineering techniques in several industries. Colin Hood is author of many books on requirements and requirements tools. Colin Hood is co-founder of the International Requirements Engineering Board (IREB), and is co-author of the syllabus and examination of the qualification of Certified Professional in Requirements Engineering (CPRE). Colin Hood has been a member of INCOSE since 1999.

Agiles Systems Engineering für komplexe Systeme

Referenten: Christof Ebert, Vector Consulting Services GmbH und Frank Kirschke-Biller, Ford-Werke GmbH

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 10:40 - 11:25 Uhr

Abstract: Agiles Systems Engineering unterstützt die durchgängige Entwicklung von Anforderungen bis zur Validierung. Es schafft Verständnis für kritische Abhängigkeiten und bringt methodische Unterstützung zur Bewältigung wachsender Komplexität. Durch den erhöhten Abstraktionsgrad zu Beginn bei der Anforderungsentwicklung und Analyse sind Problembeschreibungen wesentlich klarer, einfacher und weniger redundant. Das erhöht nicht nur die Entwicklungsgeschwindigkeit, sondern sorgt innerhalb des Projektes für klar verstandene Domänenkonzepte. Der Praxisbeitrag zeigt Industrieerfahrungen bei Ford und Vector und bietet damit Orientierung bei der Verzahnung von Requirements Engineering und Systems Engineering. Ausgehend von den Anforderungen zeigen wir, wie Systems Engineering umgesetzt wird. Unsere Industrieprojekte zeigen, dass die Kosten für Nacharbeiten über den Produktlebenszyklus hinweg durch eine Verbesserung des Requirements Engineering und abgestimmtes Systems Engineering um bis zu 30% gesenkt werden können.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag?

- Agilität für komplexe Industrieprojekte mit hoher Kritikalität
- Übersicht zur Methodik und Stand der Technik für Systems Engineering
- Industrieerfahrungen aus verschiedenen Branchen erlauben den Transfer in die eigene Umgebung
- Konkrete Anwendungsbeispiele und Tipps zeigen Fallstricke, und wie die Methodik wirksam umgesetzt wird.


Christof Ebert, Vector Consulting Services GmbHChristof Ebert ist Geschäftsführer bei Vector. Er unterstützt Unternehmen weltweit bei der Verbesserung ihrer Produktentwicklung und Strategie. Zuvor war er bei einem führenden IT-Konzern in internationalen Führungsfunktionen tätig, zuletzt mit weltweiter Verantwortung für Softwareplattformen. Prof. Ebert sitzt in verschiedenen Aufsichtsgremien und lehrt an den Universitäten Stuttgart sowie Sorbonne in Paris.

Frank Kirschke-Biller, Ford-Werke GmbHFrank Kirschke-Biller verantwortet Prozesse und Integration bei Ford. Zuvor war er Bereichsleiter für Sensortechnik und mechatronische Systeme bei imech. Seit 2000 ist er bei Ford, wo er aktuell als Manager für Elektrische Integration die Bereiche Elektrische Architektur, Netzwerke, Diagnose und Software-Entwicklung verantwortet.

User-Story-Mapping in der Praxis: Varianten & Erfahrungen

Referent: Stefan Voß, NovaTec GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 10:40 - 11:25 Uhr

Zielgruppe: Produktmanager / Product Owner / Requirements-Engineer sowie Jeder, der versucht, die Herausforderung zu meistern, einem agilen Prozess angemessen mit Anforderungen umzugehen.

Abstract: Wenn über Anforderungen in agilen Projekten gesprochen wird, fällt immer häufiger der Begriff „User Story Mapping“. Der Vortrag geht darauf ein, mit welcher Art der Anwendung dieser Methode die im agilen Kontext essentiellen Erfolgsfaktoren, speziell mit dem Fokus auf Anforderungen, entscheidend gefördert werden können. Es wird dargestellt, welche Rolle dabei physische Maps (also z.B. „an der Wand“) und Maps in elektronischer Form spielen, auf welche Stolpersteine man stoßen kann und welcher Umgang damit in konkreten Fällen geholfen hat.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Die Zuhörer erhalten Ansätze und Sichtweisen zum Thema User Story Mapping, die dabei helfen, diese Methode gewinnbringend einzusetzen sowie Anregungen und Tipps für einen Weg „von der Wand“ in ein Tool anhand einer konkreten Implementierung.

Dabei werden z.B. Antworten auf Fragen wie die folgenden gegeben:

- Ist eine User Story Map eine Map von User Stories?
- Wann kann eine Map „an der Wand“ mehr helfen als eine „Map in einem Tool“, und wann umgekehrt?
- Welche Kriterien waren bei der Toolauswahl die entscheidenden und warum?


Stefan Voß, NovaTec GmbHStefan Voß ist als Managing Consultant bei der NovaTec GmbH in der Competence Area Agile Quality Engeneering tätig. Sein Themenschwerpunkt liegt dabei im Agile Requirements Engeneering. Er berät und unterstützt Kunden beim Umgang mit Anforderungen im Kontext agiler Vorgehensweisen. Stefan Voß ist zertifizierter Professional Scrum Product Owner und Professional Scrum Master und beschäftigt sich seit 1998 mit Aspekten und Operationalisierung der verschiedenen Schritte entlang des Lifecycles von Individualsoftware.

So leicht, dass man das Werkzeug gar nicht sieht: Jama in der agilen Entwicklung

Referent: Dr. Michael Jastram, Formal Mind GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 10:40 - 11:25 Uhr

Zielgruppe: Entwicklungsleiter, Requirements Engineers, Product Owners

Abstract: Nur weil agil gearbeitet wird, wird kein Werkzeug gebraucht? Ganz im Gegenteil! Gerade im agilen Umfeld ist es wichtig, das alles wichtige griffbereit und hochaktuell ist. Und noch wichtiger: Es werden keine Daten benötigt, sondern Informationen.

Ob und wie das geht, soll anhand von Jama Software gezeigt werden. Jama ist ein cloudbasiertes Werkzeug, für das lediglich ein Webbrowser erforderlich ist. Ein starker Fokus sind dabei die eingebauten Kommunikationsmöglichkeiten, die gerade im agilen Umfeld wichtig sind.

Um konkrete Ergebnisse zu zeigen, wird ein Fallbeispiel einer Firma gezeigt, die Jama für die agile Entwicklung eingeführt hat (Hinweis: Wir warten noch auf die Rückmeldung, ob der Kunde namentlich erwähnt werden darf). Dabei wird gezeigt, wie das Werkzeug für den agilen Einsatz konfiguriert wurde, insbesondere bezüglich Workflows; Wie das Werkzeug im Betrieb eingesetzt wird, insbesondere bezüglich Kommunikation und Reviews; und verschiedene Kennzahlen, mit denen nach der Einführung die Verbesserung in verschiedenen Bereichen nachgewiesen wurde.

Mit Jama lässt sich auch agile Entwicklung im Bereich der funktionalen Sicherheit durchführen, was an einem fiktiven Beispiel gezeigt wird, da Kundendaten nicht zugänglich sind. Allerdings werden auch hier anonymisierte Kennzahlen genannt.

Zum Abschluss wird Jama noch mit anderen Werkzeugen verglichen: Zum einen mit traditionellen Schwergewichten wie bspw. IBM Rational DOORS, welches nachträglich mit Features ausgestattet wurde, um etwas agilere Entwicklungen zu unterstützen. Zum anderen mit leichtgewichtigen Werkzeugen die heutzutage für die agile Entwicklung eingesetzt werden, wie JIRA.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Die Zuschauer lernen, welche Features eines Werkzeuges in der agilen Entwicklung wirklich einen Mehrwert bringen. Konkret wird dies anhand des Werkzeugs Jama Software gezeigt. Allerdings lassen sich die Einsichten auch auf andere Werkzeuge übertragen, was über den Vergleich mit DOORS und JIRA schon im Vortrag ansatzweise gezeigt wird.


Dr. Michael Jastram, Formal Mind GmbHDr. Michael Jastram ist Systems Engineer mit Schwerpunkt auf die Anforderungsmodellierung. Er ist Gründer und Projekt Lead des Eclipse Requirements Modeling Frameworks, einem Open Source-Projekt zur Anforderungsmodellierung, das als Referenzimplementierung den offenen ReqIF-Standard umsetzt. Als Advokat für Offenheit teilt er sein Wissen über Bücher, Fachartikel, Vorträge und als Veranstalter, sowie über seinen wöchentlichen deutschsprachigen Blog System Engineering Trends und den englischsprachigen Formal Mind Blog. Herr Jastram hat zwanzig Jahre Berufserfahrung, davon zehn in den USA, wo er einen Abschluss am M.I.T. erwarb und als Software-Ingenieur und -Architekt in mehreren Start-Ups arbeitete. Er ist Gründer der Düsseldorfer Java User Group (rheinjug e.V.). Heute ist er Geschäftsführer der Formal Mind GmbH und betreibt die ReqIF.academy, einer Online-Bibliothek rund um den Austausch von Anforderungen.

Requirements Engineering aus Kundenperspektive

Referenten: Marco Ley und Dr. Angela Castronovo, Cosmosdirekt Lebensversicherungs-AG

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 11:35 - 12:20 Uhr

Zielgruppe: Product Owner, Business Analysten, Requirements Engineers, User Experience Expeterten

Abstract: Die zwei wichtigsten Fragen im Requirements Engineering sind die Fragen, wie entstehen sinnvolle Anforderungen, welche Kunden begeistern, und wie kann man nachhalten, ob diese Anforderungen tatsächlich zum Erfolg geführt haben. Anhand eines konkreten Fallbeispiels soll methodisch am konkreten Beispiel demonstriert werden, wie ein solcher Weg aussehen kann. Den Startpunkt bildet in unserem Fallbeispiel ein Customer Journey Mapping Workshop, welcher mit allen Stakeholdern durchgeführt wurde, um die relevanten Schwachstellen und Anforderungen in der Customer Journey zu identifizieren. Danach wurden die Identifizierten Schwachstellen in Requirements/User Stories formuliert und durch ein eingebettetes User Interface Design visuell aufbereitet. Die Features wurden dann mittels Scrum umgesetzt. Um die zweite Frage zu beantworten, ob die Anforderungen und vor allem die Umsetzung bereits zum Ziel einer optimierten Customer Journey geführt hat, wurde mit Hilfe von diversen Kennzahlen der Erfolg gemessen und anschließend die Lösung in einem KVP-Ansatz weiterentwickelt. Gerne möchten wir mit Ihnen zusammen in diesem Vortrag in die diversen Methodiken jeweils am konkreten Beispiel eintauchen.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag?

- Div. Methoden des Requirements Engineering u.a. Customer Journey Mapping und User Labs
- Integration von UX in Scrum
- Messmöglichkeiten zum Erfolg von Anforderungen im eCommerce-Umfeld


Marco Ley, Cosmosdirekt Lebensversicherungs-AGMarco Ley machte 2006 seinen Studiumabschluss zum M.A. Information Science. Seit 2009 ist er bei CosmosDirekt für die Umsetzung zahlreicher Onlineprojekte und den Aufbau des Development-Bereiches im eCommerce-Umfeld verantwortlich. In diesem Bereich arbeiten seine Teams seit 5 Jahren mit agilen Methoden, welche UX eng in den agilen Workflow einbeziehen. Ebenfalls ist Marco Ley seit einem Jahr einer der Organisatoren des agileXchange.

Dr. Angela Castronovo, Cosmosdirekt Lebensversicherungs-AGAngela Castronovo studierte Psychologie und schloss 2014 ihre Promotion in kognitiver Psychologie ab. Nach Ihrer Zeit als Expertin für "Intelligente Benutzerschnittstellen" am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) wechselte Sie aus der automobilnahen Forschung ins Web. Seit 2015 ist sie bei CosmosDirekt als User Experience Designer und Researcher für zahlreiche Onlineprojekte im Versicherungskontext tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der iterativen Gestaltung und Analyse von Web-Projekten im agilen Umfeld.

Anforderungen mit der Fachseite strukturiert und methodisch erheben

Referent: Dr. Matthias Schramm, IntelliNOVA GmbH

Level: Profi

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 11:35 - 12:20 Uhr

Zielgruppe: Fachseiten, Business-Analysten, Projektleiter, Mitarbeiter QS, kundennahe IT-Berater

Abstract: IT-Projekte leiden vielfach unter Verzögerungen, Kostensteigerungen und qualitativ unbefriedigenden Ergebnissen. Zentraler Grund hierfür ist oft, dass die fachlichen Anforderungen nicht rechtzeitig konsequent und vollständig erhoben werden. Meist stellt sich dann heraus, dass die Fachseite und die Entwickler aneinander vorbeireden. Das strukturierte methodische Vorgehen nach E.VA ist eine Möglichkeit, die Anforderungsanalyse gemeinsam mit der Fachseite im Vergleich zum Stand der Technik deutlich zu beschleunigen und dabei gleichzeitig die Qualität spürbar zu steigern. Der ganzheitliche, vorhabensunabhängige und auf Regeln aufbauende Ansatz des E.VA stützt sich auf die Systemanwendungsfallsteckbriefe nach OOSE und die Anforderungsschablonen von SOPHIST. Er bettet diese in ein Netzwerk ein, wodurch sich auf einfache Weise Vollständigkeit und Konsistenz sichern lassen. E.VA macht die Ergebnisse durch die QS prüfbar und liefert dem Projektmanagement die fachlichen Fakten des Vorhabens. Da E.VA vorgehensneutral ist, entfaltet es sowohl im mehr oder weniger agilem Vorgehen gleichermaßen seinen Nutzen. Die praktischen Erfahrungen sprechen für sich: Akzeptanz der Fachseiten und Einsparungen von mehr als 20% verglichen mit dem herkömmlichen Vorgehen. Mit dem E.VA-Tool steht ein Werkzeug zur Verfügung, welches die Produktivität weiter erhöht.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Sie erhalten einen Überblick über das strukturierte methodische Vorgehen bei der Anforderungsanalyse nach E.VA.
Sie erfahren, wie man die stets vorhandenen Probleme der Kommunikation zwischen Fachseite und Entwicklern lösen kann.
Sie lernen den Mehrwert des Vorgehens nach E.VA anhand praktischer Beispiele kennen.
Sie erfahren, wie das E.VA mit verschiedenen Vorgehensmodellen umgesetzt wird.
Es werden die wirtschaftlichen Randbedingungen sowie die Befindlichkeiten von Fachseiten erörtert und was daraus für die Vorgehensweise folgt.
Sie lernen mit dem E.VA-Tool ein neuartiges Werkzeug zum Beschreiben von Anforderungen kennen.


Dr. Matthias Schramm promovierte auf dem Gebiet Mikroelektronik und kann auf fast 30 Jahre Berufserfahrung im Bereich der Hard- und Softwareentwicklung in unterschiedlichen Funktionen verweisen. Zu Beginn seines Berufslebens war er hauptsächlich in der Entwicklung von elektronischen Schaltkreisen und Baugruppen aktiv. Mit der zunehmenden Bedeutung von Software für Unternehmen veränderte er seinen beruflichen Schwerpunkt über die Entwicklung von Software bis hin zur Gestaltung komplexer Unternehmensabläufe. Ausgehend von den Erfahrungen beim Retten von großen Schlüsselprojekten in der ersten Dekade sowie den früheren Erfahrungen bei der Hardwareentwicklung entwickelte er federführend das Ergebnisorientierte Verarbeiten von Anforderungen (E.VA). Er ist seit 2010 als E.VA-Coach sowohl in mittelständischen Unternehmen als auch in großen Konzernen für IntelliNOVA tätig.

5 Dinge, die ich aus der Einführung des Usability Prozesses gelernt habe

Referentin: Dr. Monika Schubert, Opitz Consulting Deutschland GmbH

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 11:35 - 12:20 Uhr

Zielgruppe: Usability Engineers, Business Analysten, Anforderungsmanager, Projekt- und IT-Leiter

Abstract: Einfach zu bedienen sollen sie sein – die Webshops und mobilen Webseiten die wir täglich nutzen. Das wünschen wir uns auch von Business-Anwendungen, aber leider entstehen diese oft aus Stückwerken und halbgaren Behelfslösungen, mit entsprechenden Folgen für die Usability. So wie bei einem unserer Kunden: vier einzelstehende Applikationen waren für einen einzigen Gechäftsprozess notwendig, und natürlich hatten alle ihre Eigenheiten die neue Mitarbeiter mit einer steilen und frustrierenden Lernkurve konfrontierte. Zur Lösung dieses Problems führten wir parallel zur schrittweisen Konsolidierung der Systemlandschaft einen Usability Engineering Prozess ein. Er umfasst die drei Phasen Analyse, Gestaltung und Kontrolle, und wurde während der Entwicklung laufend wiederholt. In meinem Vortrag präsentiere ich die dabei von uns getesteten Methoden und fasse die fünf wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag?

* Was der Usability Prozess ist
* Welche Methoden innerhalb des Usability Prozesses angewendet werden können
* Welche wir Methoden wir angewendet haben und welche Erfahrungen wir damit gesammelt haben


Dr. Monika Schubert, Opitz Consulting Deutschland GmbHMonika Schubert ist für die IT-Beratung OPITZ CONSULTING tätig. Neben ihrer Projekttätigkeit treibt sie als Leiterin des Kompetenzteam Anforderungs- und Testmanagement aktiv die Recherche, die Weiterentwicklung und den Wissenstransfer neuer Konzepte voran.

Wie passt das Shampoo aufs Smartphone – Responsive Design Einführung auf dm.de

Referenten: Selina Stössel, dm-drogerie markt GmbH + Co. KG / FILIADATA GmbH und Björn Stieler, diva-e Netpioneer GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 13:30 - 14:15 Uhr

Zielgruppe: Manager, Product Owner und Anforderungsmanager für agile Projekte

Abstract: dm-drogeriemarkt ist die erfolgreichste Drogeriemarktkette Deutschlands. Seit Juli 2015 betreibt dm auf seiner Webseite einen eigenen Online-Shop in dem Produkte aus dem Filialsortiment sowie exklusive Online-Produkte gekauft werden können. Daneben bietet dm.de eine Vielzahl hochwertig gestalteter und gut recherchierter redaktioneller Beiträge für seine Kunden.
In dem Vortrag wird dargestellt wie dm.de durch Anwendung agiler Best Practices im Jahre 2016 von einer reinen Desktop-Version auf eine flexible responsive Webseite erweitert wurde, ohne dass dabei Inhalte reduziert werden mussten. Es wird ein Bogen gespannt von den ersten UX-Tests für mobile Designs über die Herausforderungen in der Entwicklung bis hin zur Übergabe in die Prozesse kontinuierlicher Verbesserung auf Basis empirischer Daten.
Die beiden Referenten zeigen, wie mit überraschenden Ansätzen und pragmatischen Vorgehensweisen schnelle Erfolge erzielt werden konnten.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Der Vortrag gibt einen Einblick in die Prozesse, die hinter der Entwicklung von dm.de stehen: In die Strukturen und Vorgehensweisen, die die Produktverantwortlichen in einem skaliert agilen Umfeld zu berücksichtigen haben. Es wird gezeigt, wie agile Praktiken auch im Anforderungsmanagement angewendet werden können um mit komplexen Fragestellungen umzugehen.


Selina Stössel, dm-drogerie markt GmbH + Co. KG / FILIADATA GmbHSelina Stössel ist nach dem Studium der Informationstechnik sowie Kommunikation- und Medienmanagement vor zwei Jahren als Inhouse-Consultant bei der FILIADATA GmbH als Requirements Engineer für das Projekt zur Umsetzung einer responsive-fähigen Webseite eingestiegen. Innerhalb des letzten Jahres hat sie mit der Product-Owner-Rolle die Verantwortung für eine Vielzahl an IT-Projekten im Umfeld der dm-Homepage übernommen und agiert hierfür mit dem Ziel nutzerzentrierte sowie agile Vorgehensweisen zu stärken, um Kundenwünsche bestmöglich zu realisieren.

Björn Stieler, diva-e Netpioneer GmbHBjörn Stieler ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und leitet seit über 15 Jahren IT-Projekte in unterschiedlichen Branchen. Vor 7 Jahren hat er bewusst den Wechsel zum agilen Projektmanagement vollzogen und arbeitet seitdem für die diva-e Netpioneer GmbH als Product Owner und ScrumMaster in Kundenprojekten unter anderem für dm-drogeriemarkt und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Er ist außerdem als Führungskraft verantwortlich für das diva-e Projektmanagement-Team am Standort Karlsruhe.

Cocawo - Eine Killertechnik gegen langweilige Anforderungsworkshops

Referent: Prof. Dr. Tobias Brückmann, CampusLab GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 13:30 - 14:15 Uhr

Zielgruppe: Alle Rollen

Abstract: Frühe Projektphase, konkrete Anforderungen sind noch unklar. Prozesse, Workflows oder Customer Journeys müssen erarbeitet und dokumentiert werden. Dazu wird ein 4 Std. Workshop mit allen wichtigen Stakeholdern geplant. Also gut und gern mal 8-15 Personen. Kurzum: Ein typischer Horror-Workshop für den Moderator, der die Ergebnisverantwortung hat. Und auch für die Teilnehmenden, die den Laptop aufklappen und Mails machen.
Dieser Vortrag stellt mit Cocawo (Cooperative Cards Workshop) eine pragmatische und vielseitige Workshoptechnik vor, mit der genau solche Szenarien zum Kinderspiel werden. Die benötigten Werkzeuge: Ein Stapel Moderationskarten, 15 dicke Stifte und ein Konferenztisch. Benötigte Methodenschulung für die Stakeholder: 5 min. Und in etwa 60 min haben sie eine dokumentierte erste Version eines Prozesses, eines fachlichen Workflows oder einer Customer Journey. Zu gleichen Anteilen erarbeitet. Und abgestimmt. Mit 15 Stakeholdern.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Eine einfache, agile Workshoptechnik für Workshops zur Anforderungsermittlung mit bis ca. 18 Personen, die gleichzeitig Spaß macht und zuverlässig eine hohe Ergebnisqualität liefert. Prozesse, fachliche Workflows oder Customer Journeys können in ca 60 min kooperativ erarbeitet und dokumentiert werden.


Prof. Dr. Tobias Brückmann, CampusLab GmbHProf. Dr. Tobias Brückmann ist Gründer und Geschäftsführer der CampusLab GmbH, einem Spin-off der Universität Duisburg-Essen. Als Hochschullehrer und Gründer arbeitet Tobias Brückmann kontinuierlich an der Professionalisierung und Optimierung von industriellen Softwareprozessen. Zum einen als Trainer und Consultant bei CampusLab. Zum anderen als Professor für das Fachgebiet Software Engineering in der Wirtschaftsinformatik an der Internationalen Hochschule Bad Honnef (IUBH).

Anforderungserhebung mit Liberating Structures revolutionieren

Referenten: Christian Weinert und Erik Hogrefe, Holisticon AG

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 13:30 - 14:15 Uhr

Zielgruppe: Requirements-Engineer

Abstract: Liberating Structures verändern dein Berufsleben: sie ermöglichen es dir und deiner Organisation, aus den Fesseln von langweiligen Meetings, ergebnislosen Diskussionen oder ermüdenden Präsentationen zu entkommen.

Liberating Structures sind bisher 33 neue Formate (Mikrostrukturen), um die Kommunikation und das miteinander im Team zu revolutionieren. Bekannte Formate wie "Vortrag" oder "Offene Diskussion" schaffen es nicht alle Beteiligte aktiv einzubinden. Durch Liberating Structures werden alle in die Interaktion einbezogen. Dadurch entstehen in kurzer und kurzweiliger Zeit verblüffende Lösungen, und alle verlassen das Meeting mit neuer Energie und handfesten Ergebnissen.

Stell Dir nun vor, Du könntest einen Anforderungsworkshop mit 100 Leuten durchführen und würdest trotzdem bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit bekommen als mit herkömmlichen Methoden. Liberating Structures erlauben es Dir,

* wirklich jeden einzubeziehen und auf diese Art und Weise auch Ideen zu sammeln, die sonst oft im Verborgenen bleiben.
* durch Prinzipen wie kreative Zerstörung eine Quelle der Innovation anzuzapfen
* durch systemtheoretische Ansätze eine völlig neue Sicht auf das Produkt zu erhalten
* zu nutzen, dass sich scheinbar widersprechende Strategien ergänzen können

In diesem hochinteraktiven Vortrag (eigentlich ist es ein kleiner Workshop) werdet ihr erfahren, wie eure tägliche Arbeit durch den Einsatz von Liberating Structures spannender, kommunikativer und erfolgreicher wird.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Die Liberating Structures kennen und die ersten wichtigsten gleich selber einzusetzen
Dies ist kein Vortrag sondern ein kleiner Workshop, in dem die Teilnehmer 40 Minuten aktiv sein werden.


Christian Weinert, Holisticon AGAls Agiler Macher bei der Holisticon AG in Hamburg unterstütze ich Firmen bei der agilen Transformation. Mein Schwerpunkt liegt dabei auf der Einführung von agilem Anforderungsmanagement sowie agilem Projektmanagement. Dabei bin ich immer auf der Suche nach neuen Ideen und Vorgehensweisen und begebe mich gerne auf neue Wege.

Erik Hogrefe, Holisticon AGAls Agiler Coach und Berater bei der Holisticon AG in Hamburg unterstütze ich Teams und Unternehmen bei der Einführung von agilen Vorgehensweisen und Durchführung von agilen Projekten. Als ausgebildeter systemischer Coach habe ich ein besonderes Interesse daran, Menschen dabei zu unterstützen, mit ihrer Arbeit nach außen und von innen her erfolgreich zu sein.

Von der Impact Map zur User Story - Anforderungsmanagement in einem langlaufenden Kundenprojekt

Referent: Tassilo Kubitz, akquinet AG

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 14:25 - 15:10 Uhr

Zielgruppe: Produktmanager, Product Owner, Business Analyst, Requirements Engineer, Projektleiter

Abstract: Als Projektleiter verantworte ich die Umsetzung von individuellen Softwareentwicklungen im Auftrag unserer Kunden. Die Anforderungen sind sehr oft zahlreich und gefühlt endlos. Das zeigt sich vor allem am Umfang und an der Häufigkeit der Änderungswünsche. Dazu haben die Anforderungen eine sehr stark schwankende Detailtiefe.

Wie begleitet man einen Kunden bei der Umsetzung seiner Wünsche, die natürlich innerhalb einer festen Zeit und einem festen Budget realisiert werden sollen?

Der Vortrag basiert auf der Erfahrung in einem Kundenprojekt, das als Ziel die Weiterentwicklung eines Produktes für den externen Markt zum Ziel hatte. Der Ansprechpartner auf Kundenseite hatte wenig Erfahrung im Produktmanagement und dadurch Schwierigkeiten die Anforderungen so zu strukturieren, um sie priorisieren zu können. Das war aber die Voraussetzung für die Definition des Projekt-Scopes, der Projekt-Roadmap und dem erforderlichen Budget.

Wir haben zum ersten Mal die Methode "Von der Impact Map zur User Story" in diesem Projekt angewandt, um gemeinsame mit dem Kunden einen Project-Scope definierbar zu machen, den wir dann im Agilen Festpreis umsetzen wollten.

Hat das Vorgehen geholfen? Welche Ansätze sind erfolgsversprechend? Welche Fehler sollte man vermeiden? Wie konnte der Kunde mit einbezogen werden und wo sah er Vorteile für sich?

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Die Zuhörer lernen eine moderne Strukturierungsform der Anforderungen, um sie agil zu erheben und sie bedarfsgerecht "scheiden" zu können, um sie agil in einem festen Budget und Zeit umsetzen zu können. Zudem erlaubt diese Form auch eine leichte Entscheidungsfindung beim Top-Management, wenn es darum geht das Optimum an Leistungsumfang aus einem festen Budgetrahmen zu erzielen.


Tassilo Kubitz, akquinet AGTassilo Kubitz ist Leiter des Competence Centers Projektmanagement bei der akquinet AG, einem Unternehmen mit dem Ziel Geschäftsprozesse durch die Integration von Standard- und Individualsoftware zu optimieren.

Seine Erfahrung basiert auf fast 20 Jahren Projektleitung im Kontext webbasierter Java-Enterprise-Lösungen. Er hat zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungsprojekte verantwortet und die Synergien von traditioneller und agiler Softwareentwicklung genutzt.

Mit Hilfe des Hybridansatzes "Agiler Festpreis" werden von ihm große Softwareentwicklungsprojekte im Auftrag des Kunden umgesetzt. Das Vorgehen erfolgt partnerschaftlich und mit einer gemeinsamen Zielorientierung, welche den bestmöglichen Mehrwert und höchste Qualität innerhalb eines festen Budgets erreicht.

Think outside the box with the story telling box

Referenten: Dr. Monika Schubert und Andreas Lehner, Opitz Consulting Deutschland GmbH

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 14:25 - 15:10 Uhr

Zielgruppe: Business Analysten, Anforderungsmanager, Projekt- und IT-Leiter

Abstract: Wir können uns Geschichten besonders gut merken. Noch viel besser können wir das, wenn die Geschichten räumlich mit realen Objekten verankert sind. Wir stellen dir eine Methode vor, die genau das ausnutzt und dir hilft, komplexe oder kleinteilige Sachverhalte trotzdem intuitiv und umfassend zu kommunizieren: Die Story Telling Box.

Du möchtest wissen, wie du Abläufe schnell und unkompliziert in Geschichten überführst? Wir stellen dir das Arbeiten mit der Story Telling Box anhand einer Customer Journey Map, die die Interaktion mit einem Nutzer von der Aufmerksamkeitsgewinnung bis zur Weiterempfehlung abbildet, vor. Die Methode ist überall dort einsetzbar, wo Abläufe und komplexe Interaktionen aufgezeigt, diskutiert, adaptiert und spezifiziert werden sollen. Beeindrucke deine Kunden mit effektiv visualisierten Erlebnissen und intuitiv kommunizierten Geschäftsprozessen.

Zusätzlich zeigen wir dir, wie du die Story Telling Box als Werkzeug in Workshops einsetzen kannst. Sie ist spielerisch, analog und nachhaltig. Das gemeinsame Erarbeiten einer Geschichte wird zu einem Erlebnis für die ganze Gruppe, und hilft allen Mitgliedern, eine geteilte Vision zu entwickeln.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Wie man ein einheitliches Verständnis für ein Problem schafft und gemeinsam zu Lösungsansätzen kommt.
Wie man Lösungsansätze schnell visualisiert und somit ein besseres Verständnis für das Problem und die Lösung entwickelt
Was eine Customer Journey Map ist und wie man sie nutzen kann


Dr. Monika Schubert, Opitz Consulting Deutschland GmbHMonika Schubert ist für die IT-Beratung OPITZ CONSULTING tätig. Neben ihrer Projekttätigkeit treibt sie als Leiterin des Kompetenzteam Anforderungs- und Testmanagement aktiv die Recherche, die Weiterentwicklung und den Wissenstransfer neuer Konzepte voran.

Andreas Lehner, Opitz Consulting Deutschland GmbHAndreas Lehner ist Experte für User Experience und Digital Design Thinking bei Opitz Consulting. Er entwickelt gemeinsam mit Experten aus Technik und Business innovative Lösungen für die digitale Transformation.

ALM und PLM werden verschmelzen. Was bedeutet dies für das agile Anforderungsmanagement beider Welten?

Referent: Heinz Dresbach, Siemens Industry Software GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 14:25 - 15:10 Uhr

Zielgruppe: Anforderungsingenieure der Bereiche Mechanik, Elektrik sowie Software, Entwicklungs- bzw. Projektleiter

Abstract: Als ein zukunftsweisendes "must have" wird die Digitalisierung unternehmensweiter Prozesselandschaften in beinahe jeder Fachzeitschrift thematisiert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Unternehmer sich einen langfristigen Wettbewerbsvorteil aus einer digitalen Fabrik mit all Ihren Vorteilen erhoffen.

Dabei gibt es viele Hürden die noch zu nehmen sind: Wie genau werden bspw. Anforderungen von mechanischen und softwaretechnischen Lösungen mit all Ihren unterschiedlichen Bedürfnissen in einer gemeinsamen Umgebung verwaltet, den richtigen Teams zur Verfügung gestellt oder effektiv wiederwerwendet?

Dieser Vortrag zeigt wie das Problem mithilfe einer neuentwickelten Integration einer gängigen PLM und ALM Software gelöst werden kann.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? In diesem Vortrag wird aufgezeigt, wie ein PLM und ein ALM System miteinander gekoppelt werden können, so dass keine getrennten Anforderungssilos sondern ein gemeinsames System Lifecycle Management entsteht.


Heinz Dresbach, Siemens Industry Software GmbHHeinz Dresbach, Siemens Industry Software GmbH

Requirements Engineering moves Agile - Agile (re-)moves Requirements Engineering!?

Referentin: Anne Hoffmann, Siemens AG

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 15:40 - 16:05 Uhr

Zielgruppe: Entscheider, Anforderungsmanager, "Neulinge im agilen Umfeld", Projektmanager

Abstract: So provokativ der Titel, so wahr der Inhalt. Der Vortrag beleuchtet auf unterhaltsame Weise die Reise von entweder Requirements Engineering oder agile Entwicklung zu einem gemeinsamen Ansatz, mit dem alle Leben können und jeder (!?) gelernt hat.

Ist die Frage ob, Agilität Requirements Engineering ersetzt nun eine Provokation, um die traditionellen Anforderungsmanager herauszufordern oder stimmt dies tatsächlich? Mit dieser Frage startet der Vortrag, genauso, wie der Weg zum kombinierten Ansatz für die Vortragende und Ihr Team gestartet ist.
Der Vortrag nimmt mit auf eine Reise von den ersten Schritten in die agile Welt, vielen Mißverständnissen bis schließlich zu einer friedlichen Ko-Exitenz in der die Reise noch lange nicht zuende ist.
Dabei erfährt der Leser nicht nur, wie sie es denn nun wirklich machen, das "agile Anforderungsmangement" sondern auch warum die eingangs gestellte Frage eine gute Intervention im Sinne der eigenen Lernerfahrung war. - So hat die bewußte Auseinandersetzung mit Schlagworten wie Requirement, Scrum und Co zu einer Schärfung des traditionellen Anforderungsmanagements geführt, und der nachfolgende Dialog zur Aktzeptanz der Andersartigkeit.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Die Zuhörer erleben einen Erfahrungsbericht, wie ein Team von RE Experten für interne IT-Projekte sich "agilisierte" und mittels der neuen Rahmenbedingungen neu positionierte.
Des weiteren erfährt der Zuhörer, wie Provokation geschickt aufgegriffen wurde und so statt Abgrenzung Einbindung entstehen kann. - Eine Aufforderunga an all diejenigen, die dieses Thema auch (vor sich) haben, sich nicht angegriffen fühlen, sondern die Wandlung als Chance zu verstehen.


Anne Hoffmann leitet seit 2011 das Thema Requirements Engineering bei der IT der Siemens Power Services. In diesem Kontext war sie eine der ersten, die ein hybrides Projekt starteten. Gleichzeitig oblag und obliegt ihr die Verantwortung, Requirements Engineering zu agilisieren.
Dabei kommt es auch immer wieder

Mythos: Wir planen nicht, wir machen das agil! - Warum nicht planen, nicht agil ist.

Referenten: Andreas Ulrich und Oliver Effner, idealo Internet GmbH

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 15:40 - 16:05 Uhr

Zielgruppe: Projektmanager, Product Owner, Agile Newbies

Abstract: Hartnäckig hält sich die Vorstellung, dass agiles Arbeiten die Planung ausschließt. Dieses Missverständnis des Nicht planen müssens, hat wahrscheinlich schon so manchem Unternehmen die Lust auf Agilität genommen. Planung von Arbeit ist essentiell.
Wir skizzieren die Wichtigkeit von Planung und den Unterschied zwischen klassischer und agiler Planung. Zudem machen wir mit dieser Mischung aus Vortrag und Workshop erlebbar, welche Vorteile direktes Kundenfeedback haben und wie man dadurch adäquat reagieren kann.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Agile Denkmuster, Wichtigkeit User Feedback, Neues Workshopformat, Planung im agilen Kontext


Andreas Ulrich, idealo Internet GmbHAndreas Ulrich ist Agile Coach bei idealo.de – Deutschlands großer Preisvergleich - und gehört zu den Überzeugungstätern seiner Branche. Schon lange glaubt er, dass sich die heutige Komplexität der Märkte nur durch ein Umdenken und Neudenken von Arbeitsmethoden und Strukturen bewältigen lassen. Aus dieser Überzeugung heraus, hat er vor über 3 Jahren entschieden seine Position als Führungskraft mit disziplinarischer Verantwortung gegen die eines agilen Coaches einzutauschen, um sich mit dem agilen Mindset und den Methoden beschäftigen zu können. Für ihn ist vieles, was heute unter dem Schlagwort “Agilität” gehandelt wird, Wege, sich evolutionär zu einem erfolgsorientierten Unternehmen zu entwickeln.

Oliver Effner, idealo Internet GmbHOliver Effner ist seit vielen Jahren als Agile Coach und Evangelist tätig. Er ist Pragmatiker und kommt aus der klassischen Softwareentwicklung im Bereichs Unternehmens-IT. Beginnend mit XP entdeckte er die enormen Möglichkeiten agiler Methoden. Er spezialisierte sich darauf als Scrum Master, zertifizierter Trainer und Coach Entwicklungsteams auf ihrem Weg zum agilen High Performance Team zu unterstützen und Agilität in Organisationen zu skalieren.

Aktuell arbeitet er als Agile Coach bei idealo internet Gmbh in einem Team mit 12 weiteren Coaches. Dort begleitet er die agile Transformation im Bereich Operations und bringt die DevOps-Philosophie ins Tagesgeschäft.

World Café: Was bleibt noch übrig vom Pflichtenheft oder wie wir gemeinsam Anforderungen detaillieren wollen?

Referenten: Stefanie Griebe und Anica Klingler-Mandig, adesso AG

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 20. September 2017, 15:40 - 16:05 Uhr

Zielgruppe: Scrum Master, Product Owner, Agile Coaches, Requirements Engineers, Business-Analysten, Developer

Abstract: Um zügig Feedback und auf den Nutzer zugeschnittene Software zu erhalten, wollen wir in agilen Projekten kein Big Design Up Front. Damit stellt sich die Frage was noch übrig bleibt vom klassischen Fachkonzept. Und wie viele Informationen benötigen wir überhaupt um mit der Entwicklung zu starten? Zudem begegnen wir der Herausforderung den Überblick über die Anforderungen zu bewahren, wenn wir iterativ vorgehen. Ist es nicht eine Illusion, dass wir alles im Vorhinein spezifizieren können?
An dieser Stelle kommen wir nicht umher auch die Rollen in agilen Projekten zu betrachten. Der PO als Alleinverantwortlicher für Anforderungen und das Development-Team als umsetzende Einheit scheinen hier zu kurz gegriffen. Werden nicht vielmehr im engen kommunikativen Austausch zwischen den Rollen die Anforderungen feingeschliffen? Welche Auswirkungen auf die Arbeitsatmosphäre und Ergebnisqualität ergeben sich hieraus und wie gestaltet sich die Aufgabe des Requirements Engineers, wenn man die Aspekte Kommunikation und Kollaboration im Gesamtprojekt betrachtet?
Wir wollen im gemeinsamen Erfahrungs- und „Denk“-Austausch mögliche Antworten auf diese Fragen aufdecken und Lösungen diskutieren.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Nach einer initialen Einstimmung ins Thema wird den Teilnehmern ein Rahmen geboten, in dem sie sich fokussiert mit bestimmen Fragestellungen rund um die Bereiche Anforderungen, Rollen und Zusammenarbeit auseinandersetzen können.
Es sollen gemeinsam Ideen zu Herausforderungen von Requirements Engineering im agilen Umfeld entwickelt werden.


Stefanie Griebe, adesso AGStefanie Griebe ist Coach für Agile und Lean Methoden. Ihre Schwerpunkte liegen im Coaching von Scrum Mastern, Product Ownern und Führungskräften in agilen Organisationen. Sie begleitet agile Transitionen und unterstützt beim Aufbau und der Weiterentwicklung agiler Projekt- und Arbeitsstrukturen.
Dabei liegt ihr Fokus auf der Zusammenarbeit und Kommunikation - innerhalb des Scrum Teams und darüber hinaus mit Blick auf die Unternehmenskultur - auf der Festigung agiler Werte und dem Coaching zu neuen Wegen der Führung mit Management 3.0.

Anica Klingler-Mandig, adesso AGAnica Klingler-Mandig ist Requirements Engineer. Sie arbeitet sowohl in agilen in der Rolle des Product Owners als auch in klassisch-orientierten Projekten. Dabei liegt ihr Fokus auf der kundennahen Ermittlung, Dokumentation und Verwaltung von Anforderungen in Individualsoftware-Projekten.
Besonderes Interesse hat sie an Anforderungsmethoden im agilen Kontext und der Zusammenarbeit von fachlichen und technischen Team-Mitgliedern.

Klaus Brüggemann, Der QualitätsBerater

Klaus BrüggemannDiplom Ökonom Klaus Brüggemann ist als freiberuflicher Berater, Trainer und Coach zum Nutzen von Unternehmen mit Entwicklungsbereichen für komplexe Systeme mit speziellem Fokus aufs Qualitäts- und Anforderungsmanagement tätig. Neben der Automobilindustrie hat er in über 30 Berufsjahren Erfahrungen in den Bereichen Banken, Schienenverkehr, Automatisierung, Luftfahrt und Verteidigung gesammelt und diese immer wieder auf Konferenzen geteilt. Sein Motto heißt: Qualität praktikabel gemacht.

Bettina Rudert, uni-assist e.V.

Bettina Rudert, uni-assist e.V.Bettina Rudert ist als Requirements Engineer bei uni-assist e.V. tätig. Die Kernaufgabe von uni-assist e.V. ist die Vorpüfung ausländischer Studienbewerbungen. Um mit den stetig steigenden Bewerberzahlen und den verschiedensten Zulassungskriterien der Hochschulen umgehen zu können, wird eine Software entwickelt, welche die Vorprüfung transparenter und effizienter gestalten soll.

Christian Bartke, uni-assist e.V.

Christian Bartke, uni-assist e.V.Christian Bartke ist als Requirements Engineer bei uni-assist e.V. tätig. Die Kernaufgabe von uni-assist e.V. ist die Vorpüfung ausländischer Studienbewerbungen. Um mit den stetig steigenden Bewerberzahlen und den verschiedensten Zulassungskriterien der Hochschulen umgehen zu können, wird eine Software entwickelt, welche die Vorprüfung transparenter und effizienter gestalten soll.



Legal does Design Thinking - Praxisbeispiele für erfolgreiches DT mal anders

Referenten: Robert Misch, Robert Misch lösungsorientierte Beratung & Coaching und Dr. Sascha Theißen, Diconium Strategy GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 21. September 2017, 09:00 - 10:00 Uhr

Abstract: Design Thinking erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. In Kombination mit agiler Umsetzung einer Produktidee in der IT ist Design Thinking auf dem besten Weg, etablierter Standard zu werden. Denn: Mit Hilfe der strukturierten und zielführenden Methode lässt sich eine auf die wahren Bedürfnisse der Kunden ausgerichtete Produktidee ausarbeiten.

Aber nicht nur in der agilen IT-Produktentwicklung lässt sich Design Thinking erfolgreich anwenden.
Robert Misch und Dr. Sascha Theißen nehmen Sie mit auf eine Reise konkreter Anwendungsbeispiele von Design Thinking jenseits der IT.


Robert Misch, Robert Misch | lösungsorientierte Beratung & CoachingRobert Misch arbeitet als selbständiger Berater und Coach für agiles Arbeiten und ist sowohl zertifizierter Trainer für Management 3.0 wie auch zertifizierter Business Coach des Deutschen Verbands für Coaching und Training (dvct) e.V.

Ihn begeistern konsequente Organisationsentwicklung, nachhaltige Verbesserungen und schnelle, kundenorientierte Produktentwicklung. Mit mehr als 30 Teams - auch verteilten Teams und nicht-IT Teams - hat er agiles Arbeiten erfolgreich etabliert. Gemeinsam mit den jeweils verantwortlichen Führungskräften setzt er sich für eine Kultur nachhaltiger Verbesserungen ein und unterstütze Unternehmen dabei, sich als Organisation weiterzuentwickeln. Um Teams und Managern die Prinzipien agilen Arbeitens zu erklären, nutzt er regelmäßig spielerische Ansätze, z. B. „Agile Games“.

Als bekannter Sprecher auf zahlreichen Konferenzen, unter anderem Best Management Practice Congress, International Scrum Gathering, Manage Agile, Scrum Day, XP Days, webinale, Developer Week, NDC und und Holtzbrinck Publishing Group International CTO Conference steht er regelmäßig im intensiven Erfahrungsaustausch mit interessierten Kollegen.

Dr. Sascha Theißen, Diconium Strategy GmbHSascha ist ein kreativer Schöpfer pragmatischer und geschäftsfördernder interdisziplinärer Lösungen. Seine Karriere begann er als Rechtsanwalt in einer IP-Boutique und von 2005 bis 2010 bei CMS Hasche Sigle Stuttgart im Fachbereich Gewerblicher Rechtsschutz, Urheber- und Medienrecht, wo er für Porsche, Intel, Playboy, Automobilzulieferer, Maschinenbauer, Verlagsgruppen und Internet Start-Ups arbeitete.

2010 wechselte er zu Holtzbrinck, wo er zunächst für die Digitalaktivitäten zuständig war (2010 bis 2013), bis er von 2013 bis Anfang 2017 als Prokurist / General Counsel die Leitung der Konzernrechtsabteilung übernahm.

Sascha hat erfolgreich agile Managementmethoden nach Kanban und Design Thinking in der Rechtsabteilung eingeführt und deren strategische und operative Unterstützung aller Geschäftsaktivitäten massiv ausgebaut. Als agile Führungskraft arbeitet er daran, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter wachsen und ein Team werden, in dem Innovation und konstante Änderungen willkommen geheißen werden.

Sascha hat zudem einen Dr-Ing. in Informatik vom KIT, ist Fachanwalt für IP und spezialisiert aufs IT Recht. Anfang 2016 schloss er seinen berufsbegleitenden MBA mit den Schwerpunkten Strategisches Management und Organisatorische Agilität ab.

Seit 2017 tätig als Berater für digitale Transformation, agile Führung, Künstliche Intelligenz (AI), Legal Tech und Design Thinking.



Modern RE – Modern Tools! - Braucht agiles RE mehr als JIRA?

Referent: Dr. Sebastian Adam, OSSENO Software GmbH

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 10:30 - 11:15 Uhr

Abstract: „Wir brauchen kein RM Tool. Wir arbeiten agil und nutzen JIRA“ ist eine Aussage, die nicht nur jeder Tool-Vertriebler inzwischen schon x mal gehört haben dürfte.
In unserem Vortrag möchten wir deshalb zunächst Gründe für die häufige Ablehnung traditioneller RM-Werkzeuge und den entsprechenden Erfolg von leichtgewichtigen Tools im agilen Umfeld beleuchten. Mit Hilfe von Grundprinzipien der agilen Entwicklung und des Requirements Engineerings werden wir dann jedoch aufzeigen, welche Risiken ein Verzicht auf dedizierte RM Werkzeuge mittel- bis langfristig mit sich bringen kann und welche Potentiale oftmals unerschlossen bleiben. Anhand eines der derzeit modernsten RM Werkzeuge werden wir schließlich aufzeigen, wie ein Zusammenspiel von RE und agiler Entwicklung auch werkzeuggestützt aussehen kann und wie sich hierdurch insbesondere übergeordnete Ziele hinsichtlich „Qualität,“ „Zeit“ und „Kosten“ besser erreichen lassen.


Dr. Sebastian Adam, OSSENO Software GmbHDr. Sebastian Adam schloss 2005 sein Studium in Angewandter Informatik an der Technischen Universität Kaiserslautern mit Diplom ab. Während seiner anschließenden, fast zehnjährigen Beschäftigung als Berater, Wissenschaftler und Teamleiter für Requirements Engineering am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE hat er in einer Vielzahl von Unternehmen Requirements-Engineering-Prozesse eingeführt, geschult oder aktiv begleitet. Parallel dazu promovierte er 2012 in Informatik an der TU Kaiserslautern zum Thema „Wiederverwendungsorientierte Anforderungserhebung“. Im Anschluss daran trieb er die Gründung der OSSENO Software GmbH voran. Im Unternehmen verantwortet Sebastian Adam primär die Bereiche Produktinnovation sowie Marketing und Vertrieb. Als IREB-zertifizierter Requirements Engineer agiert er daneben als Trainer für CPRE sowie als Lehrbeauftragter an der HS Mannheim.



Wie viel Geschäftsprozess braucht agiles Requirements Engineering?

Referenten: Dr. Marcus Winteroll und Olaf Tesmer, oose Innovative Informatik eG

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 10:30 - 11:15 Uhr

Zielgruppe: Product Owner, Business Analysten, Requirements Engineere, Entwickler, Projektleiter

Abstract: Viele der IT-Systeme, die für den Unternehmenseinsatz entwickelt werden, dienen dazu, die geschäftlichen Abläufe zu verbessern. Damit werden die Geschäftsprozesse zum Dreh- und Angelpunkt der Produktentwicklung. D.h. es reicht nicht, mit agilen Methoden eine optimale Software für gegebene Abläufe zu entwickeln, sondern auch die Abläufe selber müssen gestaltet werden, da sich hier ein viel größerer Hebel für Verbesserungen im Sinne des Kunden ergibt.

Die gängigen Methoden hierzu sind allerdings alles andere als agil und die übliche Entwicklung von Prozessen und Software durch getrennte Teams verhindert ganzheitliche Ansätze. Andererseits sind agile Teams bereits Experten in der Prozessverbesserung, da die kontinuierliche Verbesserung des eigenen Entwicklungsprozesses mittels Retrospektiven ein integraler Bestandteil des agilen Vorgehens ist.

In dem Vortrag nehmen wir einen agilen Blick auf die Gestaltung von Geschäftsprozessen ein und zeigen, wie sich die Arbeit für Product Owner und Requirements Engineere verändert, wenn sie nun Anforderungen für Geschäftsprozesse herausarbeiten müssen und nicht einfach für IT-Systeme.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag?

• Wie können Kunde und Projektteam eine gemeinsame Sichtweise auf die Geschäftsprozesse erarbeiten, ohne eine aufwändige und wenig agile Geschäftsprozessmodellierung anzufertigen?
• Wie können die betroffenen Geschäftsprozesse beim agilen Entwurf von Produkten und Dienstleistungen berücksichtigt werden?
• Wie kann durch häufige Auslieferung auch die Erfahrung der Prozessausführenden in die Gestaltung des Produkts integriert werden.


Dr. Marcus Winteroll, oose Innovative Informatik eGDr. Marcus Winteroll ist Mitglied der oose Innovative Informatik eG und beschäftigt sich als Trainer und Berater mit der Analyse sowie Verbesserung von Geschäfts- und Entwicklungsprozessen. Dazu setzt er auf agile Methoden; aber auch die klassischen Vorgehensweisen sind ihm aus seiner langjährigen Erfahrung als Projektleiter, Prozessmanager, Analytiker, Qualitätssicherer und Entwickler vertraut. Seine Erfahrungen berichtet er als Sprecher auf Konferenzen und Autor von Fachartikeln.

Olaf Tesmer, oose Innovative Informatik eGOlaf Tesmer ist Mitglied der oose Innovative Informatik eG und dort als Berater und Trainer tätig. Er verfügt über mehrjährige Erfahrungen als Analytiker, Architekt und Entwickler in agilen Projekten. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Geschäftsprozessmanagement sowie Analyse, Design und Architektur von Softwaresystemen.



Nicht-funktionale User-Stories – Spezifikation und Test

Referent: Johannes Bergsmann, Software Quality Lab GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 10:30 - 11:15 Uhr

Zielgruppe: Product Owner, Analytiker, Produkt-Manager, Architekten, Entwickler, Tester

Abstract: Der Vortrag stellt dar, wie im agilen Requirements-Engineering die nicht-funktionalen Anforderungen (NFA) auf Story-Ebene spezifiziert werden können und wie diese dann auch sinnvoll getestet werden können.
Als Praxisbeispiele werden im Vortrag die nicht funktionalen Bereiche "Usability" und "Effizienz" gebracht und gezeigt, wie diese in Form von User-Stories konkret spezifiziert werden können bzw. was bei den Tests dieser NFAs beachtet werden muss.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Im Vortag wird ein vor allem im agilen Umfeld oft unterschätztes Thema aufgegriffen. Nicht funktionale Anforderungen werden oft nicht spezifiziert, weil die Auswirkungen erst viel später im Projektverlauf sichtbar werden - im schlimmsten Fall erst beim Kunden im Echtbetrieb.
Ein weiterer Grund ist, dass viele Beteiligte nicht wissen, wie sie NFAs mit den in agilen Projekten zur Verfügung stehenden Techniken beschreiben sollen. In plangetriebenen Projekten wurde dies irgendwo als Kapitel in das Spezifikationsdokument verpackt. In agilen Projekten kann dies durch nicht funktionale User-Stories und Epics umgesetzt werden.
Diese Vortrag stellt die Methode und die praktische Umsetzung dazu vor.

Es werden unter anderem die folgenden Fragen beantwortet:

- Welche Kategorien von nicht-funktionalen Anforderungen gibt es?
- Welche Requirements-Spezifikationstechnik kann im agilen Umfeld für nicht-funktionale Anforderungen angewendet werden?
- Wie detailliert sollen nicht-funktionale Anforderungen spezifiziert werden?
- Wie formuliert man Tests für nicht-funktionale Anforderungen?
- Wann soll das User-Interface und weitere Details am besten spezifiziert werden?


Johannes Bergsmann, Software Quality Lab GmbHÜber 25 Jahre Erfahrung in der SW-Entwicklung in verschiedenen Rollen (Entwickler, Architekt, Projektleiter, Tester, Entwicklungsleiter, Produktmanager, technischer Geschäftsführer)
über 150 SW-Projekte sowohl klassisch als auch agil
Vorträge auf verschiedenen Konferenzen (ASQT, CONQUEST, ESE, Embedded meets Agile, Embedded Systems Symposium, Embedded Testing, iqnite, ManageAgile, MedConf, OOP, ReConf, Software Quality Days, STEV, …).
Lektor an der Fachhochschule Hagenberg und Linz
Gerichtlich beeideter Sachverständiger für Informatik, Ziviltechniker für Informatik
Vizepräsident der Österreichischen Vereinigung für SW-Qualitätsmanagement
Vizepräsident des Austrian Testing Boards
Autor des ersten deutschsprachigen Buches zum Thema „Requirements Engineering für die agile Software-Entwicklung“, dpunkt.verlag, 2014



Wie sage ich es meinem Stakeholder? Adressatengerechter Medieneinsatz in der Anforderungserhebung

Referent: Dr. Stephan Raimer, oose innovative Informatik eG

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 11:25 - 12:10 Uhr

Zielgruppe: Projektleiter, Produkt Owner, User Experience Designer, Innovationsmanager

Abstract: In der Anforderungserhebung geht es immer wieder darum, Sachverhalte innerhalb von Workshops oder in nachgelagerter Dokumentation aufzubereiten und darzustellen. Die immer mögliche textuelle Darstellung mal ausgeklammert, lassen sich für unterschiedliche Stakeholdergruppen jeweils verschiedene Medien und Darstellungsformen wählen. Von genormter und standardisierter Darstellung mit UML, SysML, BPMN über Canvas-Techniken (Business Model, Value Proposition etc.) bis zu "freien" Formaten wie User Story Mapping oder Customer Journeys.
Wie wähle ich als Verantwortlicher für die Anforderungserhebung ein Darstellunsmedium aus? Neben Bauchgefühl und Erfahrungswerten aus vergangenen Projekten sollten Requirements Manager Auswahlkriterien für einen adressatengerechten Medieneinsatz kennen und anwenden. Der Beitrag gibt einen Überblick, stellt Auswahlkriterien mit Schlüssefragen vor und stellt Beispiele einer adressatengerechten Medienauswahl zur Diskussion.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Auswahlkriterien für Medien und Darstellungsformen in der Anforderungserhebung
Beispiele für Medien


Dr. Stephan Raimer, oose innovative Informatik eGDr. Stephan Raimer studierte und promovierte 2002 an der Universität zu Kiel und arbeitete als Softwareentwickler, Projektleiter in der Wirtschaftsförderung und zuletzt als Professor und Fachbereichsleiter für Wirtschaftsinformatik an einer Berufsakademie. Seit 2012 arbeitet er als Trainer, Consultant und Coach für Requirements Engineering, User Experience und Design Thinking bei der oose innovative Informatik. Er ist Initiator und Organisator der Barcamp-Reihe dtcamp und der Design Thinking Meetups Hamburg.



Business Analyse mit den richtigen Methoden

Referent: Rainer Wendt, IIBA Germany Chapter

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 11:25 - 12:10 Uhr

Zielgruppe: Business Analyst, Requirements Engineer, Product Owner, Projektmanager

Abstract: Ein Business Analyst ist stets auf der Spur von Chancen, Problemen und Lösungen im Unternehmen. Er verfolgt das Ziel, Unternehmen Schritt für Schritt besser zu machen. Er stellt Fragen, um den Bedarf zu erkennen. Er kommuniziert, um alle Beteiligten und Betroffenen ins Boot zu holen. Und er verfolgt eine Strategie, um die richtigen Anforderungen identifizieren, um so gute Lösungen zu entwickeln. Für diese Aufgaben braucht der Business Analyst einheitliche Prinzipien, fundiertes Wissen und Kernkompetenzen.
Voraussetzung für die Arbeit eines Business Analytikers sind grundlegende Kompetenzen wie analytisches Denken, Kommunikationsfähigkeit, Entscheidungsfindung. Darüber hinaus benötigt ein Business Analytiker Wissen, um seine Aufgaben in einer Organisation oder einem Projekt erfüllen zu können.
Doch wie arbeitet ein Business Analytiker konkret? Wie plant und überwacht er die Business Analyse? Wie erhebt er Informationen und gestaltet die Zusammenarbeit mit Stakeholdern, die nicht immer verfügbar sind? Wie ermittelt er Anforderungen und verwaltet Änderungen? Und wie bewertet er verschiedene Lösungsoptionen?
Erhalten Sie Antworten auf viele reelle Fragen. Lernen Sie die Wissensgebiete der Business Analyse kennen und diskutieren Sie die Faktoren, die für Ihre Projektarbeit essentiell sind. Und erkennen Sie, dass Business Analyse kein Kochbuch ist und auch keinen einfachen Prozess beschreibt, dem man nur folgen muss, um erfolgreich zum Ziel zu kommen. Business Analyse ist vielmehr eine Sammlung von Instrumenten, die man situationsgerecht auswählt und einsetzt.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Geeignete Kommunikation in der Business Analyse
Vorbereitung von Entscheidungen zur Auswahl der richtigen Lösungen


Rainer Wendt, IIBA Germany ChapterHerr Wendt arbeitet seit über 20 Jahren in der IT Branche. Vor der Gründung der masVenta durchlief er verschiedene Positionen im mittleren Management unter anderem in der Software Entwicklung und im Corporate Development der Siemens Tochter Cycos AG und bei der deutschen Niederlassung eines Global Players für Mobilfunk CRM und Billing Lösungen Amdocs, Israel. Herr Wendt leitete viele große Software-Integrations-Projekte wie bei SAP, BMW, Deutscher Bundestag Berlin und bei Vodafone Deutschland. Seit 2009 wurde Herr Wendt kontinuierlich als Projektleiter von E.ON Global Commodities SE in Düsseldorf bestellt, derzeit ist er als Prozessberater bei T-Systems tätig.

Herr Wendt ist Certified Business Analysis Professional, CBAP®, Project Management Professional, PMP®, Professional in Business Analysis, PMI-PBA, und PMI Agile Certified Practitioner. Er ist Präsident des Germany Chapter des International Institute of Business Analysis. Herr Wendt studierte Elektrotechnik/Nachrichtentechnik in Aachen.



Requirements Management in der „Agile Enterprise“

Referent: Bernd Röser, agosense GmbH

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 11:25 - 12:10 Uhr

Zielgruppe: Product Owner, Entwickler, RM Experten, QS-Beauftragte

Abstract: Als der Softwareentwicklungsansatz Scrum auftauchte, galt es bei vielen Entwicklern als Revolution. Scrum stellte eine direkte Herausforderung zum traditionellen Ansatz dar, der im zum Beispiel mit der Wasserfall Methode verkörpert wurde, in der ein Schritt dem nächsten folgt - von der Planung bis zum Testen - bis die Anwendung bereit zur Auslieferung an den Kunden ist.

Aber die wachsende Popularität von Scrum hat auch eine intrinsische Schwäche in der Annäherung aufgedeckt: Es ist nicht gut skalierbar.
Scrum lässt kleine Teams effizienter arbeiten, aber wie übersetzt man die Methode für große, komplexe Projekte bei internationalen Unternehmen?

Immer mehr IT-Führungskräfte suchen nach Möglichkeiten, die Vorteile von Scrum und Wasserfall zu genießen und die Nachteile zu vermeiden. Zum Glück müssen sie nicht wählen. Hybride Vereinigungen der beiden Ansätze werden immer häufiger.

Scrum erkennt und reagiert auf die praktischen Realitäten, die den Erfolg eines Projekts beeinflussen. Scrum erzwingt jedoch in großen IT-Abteilungen, strenge Agile Methoden zu verwenden und ist starr und dogmatisch - das Gegenteil von agilen Methoden. Vielmehr brauchen die Entwickler die Flexibilität, sich an unterschiedliche Kontexte anzupassen.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Dieser Vortrag gibt einen Überblick über Fragen und Möglichkeiten von agilen Projektbeteiligten, welche versuchen die kritische Bedeutung eines guten Anforderungsmanagements mit der Reaktionsfähigkeit und Effizienz von Scrum zu verbinden. Mit Hilfe der Produkte von agosense wird ein Best-Practices-Ansatz für Enterprise Agile gezeigt.


Bernd Röser, agosense GmbHBernd Röser beschäftigt sich schon über 10 Jahren in verschiedenen Positionen mit dem Thema Requirements Management bzw. Requirements Engineering.
Zunächst unterstützte er mehrere Jahre als Consultant verschiedene Unternehmen aus den Branchen Automotive, Medical, IT und Transportation bei der Einführung diverser Systeme für Anforderungsmanagement. Ab 2010 war er zuständig für den Vertrieb und verantwortlich für die erfolgreiche Einführung im deutschsprachigen Markt eines inzwischen namhaften Requirements Management Werkzeuges eines nordamerikanischen Herstellers.
Seit Mitte 2015 ist Bernd Röser bei der agosense GmbH für den Vertrieb der Requirements Management Plattform agosense.fidelia ebenso wie der Tool Integrations und Datenaustausch Plattform agosense.symphony zuständig.

Die Reise des jungen Requirements Engineers - Entwicklung eines RE-Teams in einem agilen Unternehmen

Referenten: Dr. Vera Gehlen-Baum und Dr. Christian Brandes, QualityMinds

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 13:10 - 13:55 Uhr

Zielgruppe: Requirements Engineers, Team Leads, Projektmanager, Personen mit Führungsaufgaben

Abstract: Der Aufbau eines neuen Teams ist immer eine Herausforderung. In unserem konkreten Fall ging es um den Aufbau eines Teams aus RE-Spezialisten, die in verschiedenen agilen und nicht-agilen Projekten strategisch und operativ unterstützen sollen. Neue, im RE unterschiedlich erfahrene Kollegen, aus verschiedenen Disziplinen, Personalwechsel, die Vielzahl an klassischen und agilen Methoden und eine angestrebte enge Anbindung zum Test sind nur ein paar Beispiele für die Herausforderungen, denen wir uns stellen mussten.
Erfreulicherweise steht uns als Requirements Engineers in einem agilen Unternehmen eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung, um eben diese Herausforderungen zu meistern. In unserem Vortrag werden wir zeigen, wie wir unter anderem durch Rollenvergaben/Schwerpunktbildung, interne Weiterbildungen und Weeklys ein Team mit unterschiedlichen Schwerpunkten formten und wie wir z.B. mithilfe von User- Story-Mapping ein gemeinsames RE-Portfolio entwickelt haben. Wir werden über die Erlebnisse und Hindernisse in unserem Team sprechen und wie wir diese gemeinsam mit dem Team gelöst haben. Der Vortrag soll dem Zuhörer einen Eindruck davon geben, wie man RE-Methoden in einem modernen agilen Unternehmen einsetzen kann, um große Erfolge, jenseits der Softwareentwicklung zu erreichen.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Die Zuhörer bekommen einen Eindruck davon, welche, insbesondere agilen, Methoden sich anbieten um ein neues Team zu formen und in ein Unternehmen einzugliedern. Dabei gehen wir u.a. darauf ein, welche Workshopformate wir genutzt haben und welche Rollen von Teammitgliedern übernommen wurden um ein über mehrere Standorte verteiltes Team zu einer Einheit zu formen. Wir zeigen auf, wie gemeinsame Ziele zunächst formuliert und später vom Team selbstgesteuert, mithilfe eines Kanban-Boards, verfolgt wurden.


Dr. Vera Gehlen-Baum, QualityMindsDr. Vera Gehlen-Baum hat direkt im Anschluss an ihre Doktorarbeit zum Thema "Lernen mit neuen Medien" als Requirements Engineer bei den QualityMinds angefangen. Mit dem Ziel Requirements und Test näher zusammenzubringen, startete sie ihr erstes Projekt im medizinischen Bereich als Tester, um den ganzen Testprozess zu verbessern - angefangen bei den Anforderungen. In diesem und anderen ihrer aktuellen Projekte kann Vera ihrer großen Leidenschaft nachgehen: Die Verbindung von gut erforschten Lerntheorien mit gängigen Ansätzen des Requirements und des Tests.

Dr. Christian Brandes, QualityMindsDr. Christian Brandes arbeitet als Team Lead Requirements Engineering für die Quality Minds GmbH. Der promovierte Mathematiker ist seit vielen Jahren als Prozessberater und Coach in IT-Projekten tätig. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Testbarkeit von Anforderungen, Abnahmekriterien und Qualitätszielen sowie die Verbesserung agiler und nicht-agiler RE-Prozesse. Hierbei kommt ihm u.a. seine langjährige Tätigkeit als Tester zugute. Regelmäßige Publikationen und Konferenzvorträge runden sein Profil ab.

Top 3 reasons why cooperation of requirements engineering and agile development will never work

Referenten: Dr. Jan Scholz und Holger Neumann, Infineon Technologies AG

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 13:10 - 13:55 Uhr

Zielgruppe: Application engineer, agile coach, system architect, business analyst, project manager, product owner

Abstract: Organizations of all sizes often struggle to apply Requirements Engineering in their agile development process or to work in an agile way in an environment which emphasizes a requirements engineering process.

Nevertheless, both techniques rightfully claim important benefits:

- Agile development claims to enable efficient development and iterative convergence towards the final product.
- Requirements Engineering claims to find determine the actual needs of the customer and to enable verification of the correct implementation.

In this presentation we explore the typical reasons for clashes between both approaches, investigate explanations for the clashes, and where feasible we provide insights how to escape from the seeming incompatibility.

We’d also like to spark-off a discussion width the audience to get insight if the challenges we have experienced are unique to the semiconductor industry or perhaps are a universal constant across different kinds of organizations.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? The audience will understand the why and how of the most common clashes between requirements engineering approaches and agile development processes. Afterwards the audience will be able to draw their conclusions which of the clashes may be circumvented or avoided.


Despite holding a PhD in theoretical physics, Jan Scholz is the technical lead for requirements engineering at Infineon’s methodology department. With his team he is enabling teams to use requirements engineering sensibly to improve the efficiency and reliability of their product development. He is also a very visual thinker, some may call him ‘The Post-It Guy’.

With a background in electronic engineering, Holger Neumann has many years of experience in the semiconductor industry. Having lead development teams in hardware and embedded software development using classic and agile processes, he is now is an evangelist of agile methodology at Infineon Technologies AG. Some call him ‘The Priest’.

Do's and Don'ts beim Agilen Anforderungsmanagement

Referent: Björn Schotte, Mayflower GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 13:10 - 13:55 Uhr

Zielgruppe: Product Owner, Management

Abstract: Story Mapping, Impact Mapping, Stakeholder Maps, Personas, User Journeys, Story Splitting Techniken, Lean UX, Paper Prototyping, Tools wie Confluence/Jira und so weiter und so weiter: die agile Welt kennt eine ganze Reihe an Werkzeugen, die für das Anforderungsmanagement in agilen Umgebungen geeignet sind. In diesem Vortrag plaudern wir aus dem Nähkästchen unserer agilen Projekterfahrung und zeigen auf, was beim Einsatz dieser Werkzeuge zu beachten ist, welche zusätzlichen Tipps & Tricks es gibt und welche Fehler Sie nicht nochmals machen sollten. Auch geben wir Hinweise darauf, woran Sie erkennen können, ob Sie in einer scheinbar agilen Umgebung den klassischen Denkfallen unterliegen. Und bieten Ihnen Lösungsoptionen, mit denen Sie Ihr agiles Vorhaben ein Stück weit nach vorne bringen.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag?

- Tipps & Tricks aus der jahrelangen Erfahrung mit den genannten Werkzeugen
- Fehler, die vermieden werden können in Form kurzer Geschichten aus dem Projektalltag
- Aufzeigen von Denkfallen klassischer Umgebungen im agilen Kontext


Björn Schotte, Mayflower GmbHBjörn Schotte ist Geschäftsführer und Senior Consultant der MAYFLOWER GmbH. Er berät Kunden in Fragen der Digitalen und Agilen Transformation. Die agilen Software-Teams der MAYFLOWER realisieren Lösungen, die Kunden in hochdynamischen Märkten nach vorne bringen. Er ist auf Xing (https://www.xing.com/profile/Bjoern_Schotte), twitter (https://twitter.com/BjoernSchotte) und Slideshare (https://de.slideshare.net/BjoernSchotte) zu finden.

Praxisbericht: Anforderungsmanagement mit Enterprise Kanban - eine agil skalierte Alternative

Referent: Andreas Becker, iAgilean Becker

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 14:05 - 14:50 Uhr

Zielgruppe: Alle, die sich mit Veränderungsmanagement im Umfeld von agilem RE befassen.

Abstract: In der Ausgangssituation des Praxisberichts gab es sehr lange Durchlaufzeiten von Anforderungen, unzuverlässige Lieferzeiten, unzufriedene Fachbereichskunden mit der ausgelieferten Qualität und mit der bereitgestellten Funktionalität. Zudem konkurrierten Projektleiter, Prozessverantwortliche und technische Produktmanager um die Kapazitäten der Entwicklungs- und Wartungsteams. Die dargestellte Ausgangssituation sollte mit der Einführung von einem unternehmensweiten Kanban-System maßgeblich verbessert werden, nachdem eine Scrum-Pilotierung nicht erfolgreich war.
Der Fokus des Vortrags liegt in der Vorstellung eines agil skalierten Wartungs- und Entwicklungsprozesses über drei Ebenen mit integriertem Prozess- und Problemmanagement, Projektanforderungen und zahlreichen Entwicklungs- und Testteams.

Fünf entscheidende Aspekte der Skalierung mit Kanban werden vorgestellt:

- Eingesetzte agile RE-Methoden
- Backlogs, Limitierung & Pull-System auf allen drei Ebenen
- Kommunikation & Abstimmung auch zwischen den Ebenen
- Steuerung und Transparenz mit Serviceklassen
- Visualisierung & Verbesserung des Gesamtsystems

Im Zuge der Einführung von Kanban wurde gleichzeitig eine Umstellung von Lasten- und Pflichtenheften zu unterschiedlichen Anforderungs- und Tickettypen vorgenommen und Kanban mit Use Case 2.0 bzw. Epics und User Stories kombiniert.
In diesem Praxisbericht wird über die Transition vom klassischen Wasserfall zu Kanban berichtet und welche weiteren Elemente bei dem Einführung von Kanban aus anderen agilen Vorgehensweisen (Scrum, XP) integriert wurden.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Es gibt noch Alternativen zu einer Scrum-Skalierung.


Andreas Becker, iAgilean BeckerAndreas Becker ist als freiberuflicher Coach und Berater tätig. Er hat Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen studiert und unterstützt Organisationen bei der agilen Transition und der Einführung von Scrum, Kanban und dem Scaled Agile Framework (SAFe) - oder eines individuellen agilen Prozesses im Sinne des Agilen Manifests. Sein Werdegang führte ihn vom Test- und Qualitätsmanagement über das klassische Requirements-Engineering zur agilen Produkt- und Organisationsentwicklung. Er ist zertifizierter Product Owner, Scrum Master und SAFe 4.0 Programm Consultant und seit 2009 als Lehrbeauftragter für „Agile Produktentwicklung“ an der Hochschule Rosenheim tätig.

Was wollt Ihr eigentlich? Die IT im Großunternehmen zwischen agiler Entwicklung, operativen Aufgaben und klassischem Projektmanagement

Referent: Hinrich Boog, Channel21 GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 14:05 - 14:50 Uhr

Zielgruppe: Projektleiter, Architekten, IT-Manager, Fachverantwortliche

Abstract: Agile Entwicklung ist als Standard-Paradigma in der Softwareentwicklung in vielen Unternehmen gesetzt. Während der Ansatz für die reine (Weiter-)Entwicklung von Komponenten, Anwendungen und Funktionen für den Anwender sehr gut passt, hat die IT-Abteilung im Großunternehmen darüber hinaus aber zahlreiche Aufgaben, die sich nicht ohne Weiteres im agilen Ansatz unterbringen lassen.

Neben zahlreichen operativen Aufgaben der IT, die oft unvorhersehbar auf die IT zukommen gibt es weitere Anforderungen, die nicht agil abbildbar sind. Hierzu gehören:

- Langfristige Projektplanung mit Zeit- und Budgettreue
- Verpflichtungen auf fixe Releasetermine in der mittelfristigen Zukunft
- Ein Berg von Anforderungen von verschiedensten Fachabteilungen

Im Vortrag wird auf das Dilemma zwischen diesen verschiedenen Anforderungen eingegangen und es werden Lösungsansätze aufgezeigt, wie man einerseits die operativen Aufgaben und klassischen Planungsansätze liefern kann und gleichzeitig agile Methoden in der Entwicklung zulässt.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Die Zuhörer lernen, wie man vermeindlich unvereinbare Ansätze in einer pragmatischen Weise übereinander legen kann und somit einerseits möglichst agil Arbeiten kann, darüber hinaus aber auch externe Zusagen und Planungen einhalten kann.


Hinrich Boog, Channel21 GmbHHinrich Boog
Diplom-Informatiker und Master in Ökonomie und Management

Seit 2012 verantwortlich für das IT-Projektmanagement und die IT-Prozesse in der C21Group (Channel21 GmbH), dem drittgrößten deutschen Teleshopping-Unternehmen. Neben dem TV-Geschäft bauen wir durchgehend unsere Online-Auftritte aus (z.B. point-rouge.de), sodass ein immer tiefer integriertes TV- & E-Commerce-Unternehmen entsteht.

In den vergangenen 16 Jahren Arbeit als IT-Architekt und Berater für große Enterprise Kunden, darunter mehrere Jahre als Enterprise IT-Architekt/ Projektleiter bei IBM und als Strategieberater für die C-Level IT-Entscheider der öffentlichen Hand.

Modern RE: Weniger Steering nach Bauchgefühl - Fokus auf Strategie und Wertschöpfung

Referenten: Jens Werschmöller und Arne Passow, iteratec GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 14:05 - 14:50 Uhr

Zielgruppe: Product-Owner, Architekten, Business-Analysten

Abstract: (Agiles) Anforderungsmanagement (AM) muss die permanent flexiblere Unternehmensentwicklung heutiger Zeit unterstützen. Im AM wird somit eine Technik benötigt, um Risiken im Scope und Budget-Entscheidungen fortlaufend und leichtgewichtig zu reduzieren. Dafür können konsequent Modelle und Visualisierungen von Unternehmenszusammenhängen benutzt werden, um das AM gegen die Produktvision, Unternehmens-Wirkketten sowie technische, organisatorische und strategische Rahmenmodelle auszurichten. Wir haben Technik & Tool, die den ergebnisorientierten Scope unter Risikominimierung falscher Richtungsentscheidungen und Optimierung der Nutzenhypothesen finden helfen. Vernetzte grafische Modelle mit „Smart-Facts“ bilden die Grundlage auf deren Basis mittels Bedarfsanalysen mit Nutzenhypothesen über verschiedene Teilschritte eine Produktvision entsteht. Alle Aspekte betten sich dabei in einem Wirkmodell ein; d.h. welche Faktoren "wirken" auf meine Kernziele (z.B. Image, Gewinn). Dieses Wirkmodell ermöglicht eine permanente Ausrichtung von Anforderungen auf die Produktvision und den Kunden & Unternehmens-Nutzen. Grafische Einordnungen und Visualisierungen dieser Beziehungen unterstützen dies. Wir zeigen Ihnen wie!

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Anforderungsmanagement muss eine Antwort darauf finden, wie Anforderungen mit hoher Geschwindigkeit und Flexibilität für agile Teams definiert und priorisiert werden und gleichzeitig eine mittel-und langfristige Ausrichtung auf Ziele und Visionen nachvollziehbar erreicht werden kann. Wir zeigen Ihnen eine Vernetzungs-Methodik und technisch nutzbare Lösung, wie nach unserer Erfahrung auch in komplexen Organisationen und Strukturen eine Ausrichtung auf Strategie und tatsächliche Wertschöpfung fortlaufend erreicht wird.


Jens Werschmöller, iteratec GmbHJens Werschmoeller arbeitet seit 4 Jahren als Business Analyst und Projektmanager für die iteratec GmbH. Ein Schwerpunkt in verschiedenen Umfeldern (eCommerce-Player, Luftfahrt, Öffentlicher Sektor) war der Aufbau und die Etablierung von Enterprise-Architektur-Management Methodik- und dem optimierten Werkzeugeinsatz. Parallel war er als Projektmanager in agilen Software-Entwicklungs-Projekten in der Gesamtverantwortung. Durch private als auch berufliche Berührungspunkte in der Entwicklung von Geschäftsmodellen, bei gleichzeitiger Ausrichtung auf notwendige effiziente Ressourcennutzung (Team, Infrastruktur, Lizenzen) ist durch Ihn hierfür eine RE-Support-Lösung entwickelt und vorangetrieben worden, die auch in der Rolle als Product-Owner verantwortet wird und auf der Modern RE vorgestellt werden soll.

Arne Passow, iteratec GmbHSeit 2,5 Jahren ist Arne Passow bei der iteratec GmbH als Business Architect unterwegs. Sein Schwerpunkt als Product Owner ist die Vertretung der Ziele der Stakeholder des Kunden und die Entwicklung eines Produktes, dass sowohl hinsichtlich des Wertes aber auch der Strategie auf die Ziele des Kunden einzahlt und die Anforderungen der Fachabteilungen bündelt. Seine Erfahrungen reichen dabei vom KMU bis hin zu Großkonzernen im e-Commerce, die er im Programm- & Requirementmanagement unterstützt. Fokus auf die Nutzerbasis, woraus die konsequente Integration von UX in der Softwareentwicklung resultiert, sowie agile Vorgehensmethoden in allen Projektphasen und Transparenz sind seine Antworten auf die Frage, wie wir der zunehmenden Geschwindigkeit durch die Digitalisierung und der geforderten Flexibilität gerecht werden können.

Den Product Owner skalieren – Vorstellung eines agilen Anforderungsmanagement-Prozesses am Beispiel der Commerz Real AG

Referenten: Kacper Potega, AOE GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 15:20 - 16:05 Uhr

Zielgruppe: (Chief) Product Owner, Change Manager, Scrum Master, Agile Coaches

Abstract: Scrum und andere agile Vorgehensmodelle vereinen in der Rolle des Produkt Owners sowohl Anforderungsmanagement als auch Realisierungsplanung. Der Product Owner soll Anforderungen definieren, das Ohr am Kunden haben, den Business Value im Blick behalten und trotzdem jederzeit für das Entwicklungsteam zur Verfügung stehen. Diese anspruchsvollen Aufgaben werden in der Regel von einer Person als "single wringable neck" ausgefüllt.

Vor dieser Herausforderung stand auch die Commerz Real, eine Tochter der Commerzbank bei der Digitalisierung ihres Mobilienleasing-Geschäfts. Gelöst hat es das Unternehmen mit Hilfe eines "Produktteams", das den Product Owner beim Anforderungsmanagement unterstützt - eingebettet in ein auf Scrum basierendes Rahmenwerk. Nun arbeitet das Team "Mobilienleasing 4.0" mit zwei Iterationen: Das Produktteam liefert am Ende seiner Iteration ein aktualisiertes Product Backlog als Anforderungsdokument aus, damit das Entwicklungsteam am Ende seiner Iteration ein releasefähiges Inkrement ausliefern kann.

In einem 45-Minütigen Vortrag wird den Zuhörern das Modell vorgestellt sowie das Vorgehen bei der Entwicklung dieser Lösung veranschaulicht.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Die Zuhörer lernen zum einen ein Modell kennen, mit Hilfe dessen sich die Rolle des Product Owners skalieren lässt, ohne dass er die Eigenschaft als "single wringable neck" verliert, wie es die Commerz Real AG im Programm "Mobilienleasing 4.0" einsetzt.
Darüber hinaus werden auch Ansätze vermittelt, wie die Zuhörer ein auf ihr Unternehmen zugeschnittenes Modell entwickeln können, ohne Lösungen anderer Unternehmen als Patentrezept zu kopieren.


Kacper Potega, AOE GmbHKacper Potega arbeitet im Projektmanagement der AOE GmbH und begleitete die Reorganisation des Programms "Mobilienleasing 4.0" der Commerz Real AG als Agile Coach und Scrum Master. Mit Agilität und Anforderungsmanagement beschäftigte er sich auch vor seiner Zeit bei AOE schon während seiner Selbständigkeit als Geschäftsführer einer Designagentur als auch als Marketing Manager bei der Monster Worldwide Deutschland GmbH.

Zur AOE GmbH: AOE ist ein IT-Dienstleister, der seinen Kunden agile Teams zur Entwicklung digitaler Lösungen bereitstellt und diese so bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle unterstützt.

Zur Commerz Real AG: Commerz Real steht für jahrzehntelange Erfahrung in der Konzeption und im Management von nachhaltig soliden Anlageprodukten, anspruchsvollen Bauprojekten sowie bedarfsgerechten Finanzierungslösungen.

Es war einmal ein Scrum Team, das bekam eine Fachspezifikation mit Deadline...

Referent: Mischka Höfling, sidion

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 15:20 - 16:05 Uhr

Zielgruppe: Mitglieder agiler Teams (Development Team, Scrum Master, Product Owner, usw.), Business-Analyst, Requirements Engineer, IT Architekt, Systemingenieur, Entwickler, Projektleiter, Auftraggeber, Lieferant

Abstract: Wer ist eigentlich wofür zuständig?

Der Auftraggeber fragte ein Scrum Team an. Der Lieferant stellte ein bestehendes und gut zusammenarbeitendes Development Team, dessen erfahrener Lead Entwickler den Auftraggeber überzeugte. Aus Kundensicht sollte dieser Lead Entwickler in Personalunion auch die Rolle des Scrum Masters einnehmen. Der Lead Entwickler hingegen forderte einen separaten Scrum Master, um sich selbst auf die technischen Herausforderungen und sein Team konzentrieren zu können.

Das Development Team kannte aus früheren Projekten, dass die Verantwortung für das Schreiben und Priorisieren der User Stories immer beim Product Owner auf Auftraggeber-Seite lag. Der Product Owner des Auftraggebers hingegen hatte es immer seinen Development Teams überlassen, ausgehend von seinen "Demands" entsprechende User Stories abzuleiten. Die Priorisierung führte der Product Owner nur auf "Demand"-Ebene durch.

Dieser Erfahrungsbericht aus der Praxis beschreibt die Widersprüche im Verständnis der Aufgabenverteilung im Anforderungsmanagement des Projekts. Identifizierte Fallstricke werden präsentiert und die zum Erfolg führenden Lösungsansätze dargelegt.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Es werden Erfahrungen / Beispiele im Umgang mit dem Anforderungsmanagement vorgestellt, die den Erfolg eines agilen Projekt-Vorgehens basierend auf Scrum in einer klassischen Kunden-Stakeholder-Welt unterstützt haben.


Mischka Höfling, SidionMischka Höfling ist Diplom-Ingenieur und arbeitet bei der Firma sidion. Auch als Führungskraft ist er als Senior Berater mit Schwerpunkten in der Business-Analyse und im Requirements Engineering bei Kunden im Einsatz. Herr Höfling blickt zurück auf fast 20 Jahre Berufserfahrung vor allem in diesen inhaltlichen Schwerpunktthemen und in verschiedensten Branchen sowie Fachbereichsgebieten in Software- und Systemumfeldern. Neben Projekten nach klassischen Vorgehensmodellen konnte er auch Erfahrung in agilen Umfeldern sammeln.

Testbarkeit – das unbekannte Wesen

Referenten: Dr. Christian Brandes, QualityMinds GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 15:20 - 16:05 Uhr

Zielgruppe: Requirements Engineer, Business Analyst, Product Owner, Tester

Abstract: Sowohl in agilen als auch in nicht-agilen IT-Projekten wird verlangt, dass Anforderungen „testbar“ sein sollen. So taucht dieses Qualitätsmerkmal etwa in den bekannten INVEST-Kriterien für User Stories auf, und ebenso wird es im IREB/CPRE-Schema genannt. Die Krux ist nur: Was GENAU Testbarkeit bedeutet und wie man sie bei der Erstellung von Anforderungen frühzeitig berücksichtigt und sicherstellt, bleibt meistens nebulös.
Der Vortrag richtet sich an alle, die Anforderungen erstellen oder Anforderungen testen. Er schärft den Testbarkeits-Begriff und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie man zu testbaren Anforderungen und (bei Bedarf) zugehörigen testbaren Akzeptanzkriterien gelangt. Methodisch schlägt er die Brücke zwischen verschiedenen zu definierenden Anforderungs-Arten und bewährten Testentwurfsmethoden. Auf diese Weise vermittelt er einen Startpunkt, wie man die Testbarkeit im eigenen Projekt signifikant verbessern und das Vorgehen darüber hinaus projektspezifisch weiterentwickeln kann.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Was Testbarkeit GENAU bedeutet und wie man sie KONKRET sicherstellt.


Dr. Christian Brandes, QualityMinds GmbHDr. Christian Brandes arbeitet als Team Lead Requirements Engineering für die Quality Minds GmbH. Der promovierte Mathematiker ist seit vielen Jahren als Prozessberater und Coach in IT-Projekten tätig. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Testbarkeit von Anforderungen, Abnahmekriterien und Qualitätszielen sowie die Verbesserung agiler und nicht-agiler RE-Prozesse. Hierbei kommt ihm u.a. seine langjährige Tätigkeit als Tester zugute. Regelmäßige Publikationen und Konferenzvorträge runden sein Profil ab.

Von Stories und Schnittstellen – Ein agiler Erfahrungsbericht

Referenten: Dr. Christina Otte und Timo Schaffstein, msg systems ag

Level: Einsteiger

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 16:15 - 17:00 Uhr

Zielgruppe: Product Owner, Scrum Master, Business Analysten, Requirement Engineers, Projektleiter

Abstract: In unserem Vortrag erzählen wir von Highlights und Herausforderungen, die uns begegnet sind auf einer agilen Projektreise mit 2 Scrum Teams an 4 verschiedenen Standorten und einem Kunden der bisher nur Wasserfallprojekte gemacht hatte. Wir berichten, wie wir den Kunden abgeholt haben und als verteiltes Team zusammengewachsen sind. Wir stellen vor, wie wir Tools wie Story Mapping eingesetzt haben und über kleine und große Stories zu einer reifen DOR gekommen sind und so mit minimaler Dokumentation Software entwickelt haben. Dabei wurde so manche Releaseplanung von JIRA auf den Fußboden verlagert oder Stories wurden nach Wichtigkeit in Briefumschläge sortiert.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Praxisbericht aus Business Analysten Sicht, pragmatische Werkzeuge für das agile Anforderungsmanagement anwenden, verteilte Teams koordinieren, Dokumentation in einem agilen Projekt


Dr. Christina Otte, msg systems agDr. Christina Otte ist Lead Business Consultant bei der msg systems ag in Hamburg. Frau Otte war in der Rolle als fachliche Chef Designerin und Ansprechpartner des Product Owners Teil des hier vorgestellten Projekts.

Timo Schaffstein, msg systems agHerr Timo Schaffstein ist Business Consultant bei der msg systems ag in Hamburg. Herr Schaffstein war in der Rolle als Business Analyst und fachlicher Ansprechpartner der Entwickler Teil des hier vorgestellten Projekts.

Der Beitrag von RE zur Steuerung Agiler Festpreisprojekte - geht das?

Referent: Tassilo Kubitz, akquinet AG

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 16:15 - 17:00 Uhr

Zielgruppe: Produktmanager, Product Owner, Business Analyst, Requirements Engineer, Projektleiter

Abstract: Sind Agile Festpreisprojekte heutzutage immer noch ein Widerspruch? Wieso sollte man die beiden Welten methodisch nicht kombinieren können? So weit weg ist ein Wasserfall von vier Wochen doch nicht von einem Sprint.

Kann man bei festen Terminen und fixen Budgets agil vorgehen?

Warum nicht? Die Steuerung von Agilität ist möglich. Das Fundament des Erfolgs liegt in der Anforderungserhebung und dem praktizierten Änderungsmanagement. Die Kombination von klassischen und agilen Methoden im RE schafft die Basis einer Projektplanung, mit dem notwendigen Rahmen an Agilität und lässt Termine und Budgets nicht außer acht.

Das Vorgehen ist zudem geeignet, um eine Transformationen zu mehr Agilität in einem Unternehmen und in Projekten zu realisieren.

Der Vortrag basiert auf den Erfahrungen zwei langjähriger Projekte, die mit Hilfe des hybriden Ansatzes erfolgreich durchgeführt wurden. Welche Voraussetzungen sind dabei zu beachten, damit das Unterfangen gelingen kann? Was gehört zum Projekt-Setting und vor allem aber: Wie steuert man einen agilen Festpreis? Antworten auf diesen Fragen erhalten Sie von Herrn Tassilo Kubitz von der akquinet AG.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag? Die Zuhörer lernen die Bedeutung im Zusammenspiel von Anforderungsanalyse und Projekt-Strukturierung. Die richtigen Methoden aus der klassischen und der agilen Welt können geschickt miteinander kombiniert werden. Als Resultat kann man Agilität zu steuern, um Termine und Budgets im Griff zu behalten.


Tassilo Kubitz, akquinet AGTassilo Kubitz ist Leiter des Competence Centers Projektmanagement bei der akquinet AG, einem Unternehmen mit dem Ziel Geschäftsprozesse durch die Integration von Standard- und Individualsoftware zu optimieren.

Seine Erfahrung basiert auf fast 20 Jahren Projektleitung im Kontext webbasierter Java-Enterprise-Lösungen. Er hat zahlreiche Neu- und Weiterentwicklungsprojekte verantwortet und die Synergien von traditioneller und agiler Softwareentwicklung genutzt.

Mit Hilfe des Hybridansatzes "Agiler Festpreis" werden von ihm große Softwareentwicklungsprojekte im Auftrag des Kunden umgesetzt. Das Vorgehen erfolgt partnerschaftlich und mit einer gemeinsamen Zielorientierung, welche den bestmöglichen Mehrwert und höchste Qualität innerhalb eines festen Budgets erreicht.

Kontinuierliche Werterzeugung - Konzept und Praxis

Referent: Harald Müller, NovaTec Consulting GmbH

Level: Fortgeschritten

Tag und Uhrzeit: 21. September 2017, 16:15 - 17:00 Uhr

Zielgruppe: Product Owner, Entwickler, Qualitätsverantwortliche und Stakeholder von Projekten

Abstract: Continuous Integration und Continuous Delivery sind Konzepte, die aus der agilen Softwareentwicklung in Richtung Betrieb im Ablauf "nachgelagert" entstanden und heutzutage weitgehend etabliert sind. In Richtung der Anforderungsseite (vorgelagert) ist dieser Einfluss weniger deutlich erkennbar - aber es ist viel wichtiger, "das Richtige" zu entwickeln als "das Falsche" perfekt umzusetzen und in scheinbar endlosen Entwicklungs- und Testiterationen unter Zeitdruck herauszufinden, was tatsächlich benötigt wird.

Der Beitrag thematisiert das Konzept des "Continuous Value Creation" als Zulieferung für eine agile Software Entwicklung. Zwei Hauptbestandteile zeichnen das Konzept aus:

1. Wertschaffung: Vom Ende her denken, Annahmen und Messungen zur Überprüfung ("Lernen vom System")

2. Flexibler Umfang: Jederzeit bereit, Wert auszuliefern, nicht nur Code (von "potential shippable" zu "potential value delivered")

Zur Illustrierung werden zwei konkrete Beispiele aus der Praxis dargestellt, wie tatsächlich kontinuierlich Wert erzeugt wurde und nicht "nur" Software ausgeliefert.

Das Thema zeigt Product Ownern auf, wie sie aus dem Dilemma "Alles oder Nichts" für ein Release, Projekt, etc. ausbrechen können. Zudem wird Entwicklern klarer, wann sie User Stories zur Umsetzung ablehnen sollten, wenn (am besten kontinuierlich!) Wert erzeugt werden soll. Stakeholder von Projekten oder Umsetzungsideen wird klar, welche Verhaltensweisen das Konzept unterstützen können.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag?

Praktische Anwendung des Konzepts "flexible scope"

Bedeutung der Zielfokussierung für die Backlog Priorisierung

Kritischer Erfolgsfaktor "Messungen" für qualitativ hochwertiges Feedback vom System


Harald Müller, Novatec Consulting GmbH

Seit den ersten Tagen von Scrum und XtremeProgramming hat Harald praktische Erfahrung mit agilen Konzepten, zunächst in der Software Entwicklung, dann als Scrum und Agile Coach. Seine aktuellen Rollen als Themenverantwortlicher im Agilen Requirements Engineering und Testcoach in Projekten erweitern laufend den Erfahrungsschatz in Richtung Anforderungen und Qualität.

Nora Graß, uni-assist e.V.

Nora Graß, uni-assist e.V.Nora Graß ist als Requirements Engineer bei uni-assist e.V. tätig. Die Kernaufgabe von uni-assist e.V. ist die Vorpüfung ausländischer Studienbewerbungen. Um mit den stetig steigenden Bewerberzahlen und den verschiedensten Zulassungskriterien der Hochschulen umgehen zu können, wird eine Software entwickelt, welche die Vorprüfung transparenter und effizienter gestalten soll.

Ksenia Göbel, uni-assist e.V.

Ksenia Göbel, uni-assist e.V.Ksenia Göbel ist als Requirements Engineer bei uni-assist e.V. tätig. Die Kernaufgabe von uni-assist e.V. ist die Vorpüfung ausländischer Studienbewerbungen. Um mit den stetig steigenden Bewerberzahlen und den verschiedensten Zulassungskriterien der Hochschulen umgehen zu können, wird eine Software entwickelt, welche die Vorprüfung transparenter und effizienter gestalten soll.

Kay Fuhrmann, Micro Focus

Kay Fuhrmann, Micro FocusKay Fuhrmann ist als Geschäftsführer bei QualityPark und Product Director bei Micro Focus seit fast 20 Jahren in den Bereichen Requirements, Test und ALM sowohl im traditionellen wie auch im agilen Umfeld aktiv.
Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildet die Einführung von Requirements Engineering Methoden und Tools in Großunternehmen, wobei er auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz aus vielen internationalen Projekten zurückgreifen kann. Sein Spezialthema ist die Integration des Anforderungsmangements in den Application Lifecycle.

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