UX in agilen Planungsebenen – Ein Spagat zwischen Top-Management und Dev-Team

Ideen für neue Produkte gibt es viele. Meinungen darüber, welche Features enthalten sein sollen, ebenfalls. Schnell füllt sich das Backlog mit Anforderungen, die man zunächst grob einsammelt und später in Refinements schärft. Sprint um Sprint entsteht ein neues Stück Software. Soweit so gut. Wirklich?

Was, wenn am Ende gar nicht das entwickelt wurde, was Nutzer:innen wirklich brauchen? Wenn bestimmte Features nicht genutzt werden, die man für so wichtig hielt? Wenn auf den ersten Blick niemand weiß, was auf dieser oder jener Maske gemacht werden soll, was zu Nutzungsabbrüchen führt? Und dann die potentielle Nutzerschaft im einstelligen prozentualen Bereich vor sich hin dümpelt?

Zu diesem Zeitpunkt eine:n UX Designer:in hinzuzuziehen ist eine gangbare Lösung. Kann man machen. Wird aber entweder teuer oder bringt dann nichts mehr. Wirklich gut wird das Produkt, wenn man diesen Schritt rechtzeitig geht. Zum Start eines neuen Themas muss man sich auf oberster Ebene sowieso Gedanken darüber machen, was entstehen soll. Architekturentwürfe, Budgetabschätzungen, Bebauungspläne usw. In der Konzernwelt präsentiere ich das als Verantwortliche:r dann dem Management und hoffe auf Bewilligung.

Und wo kommt da UX ins Spiel? Wenn ich meiner Präsentation eine Visualisierung des Produktes in Form von Mock-Ups beifüge, gemeinsam mit datengestützten Aussagen darüber, für wen das Ganze gebaut werden soll, dann entsteht eine nutzerzentrierte Produktvision. Sie hilft dabei, alle Beteiligten zu alignen, vom Top-Management bis zum Dev-Team. Jede:r weiß, wie es am Ende ungefähr aussehen und wo die Reise hingehen soll. Denn Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte.

Was lernen die Zuhörerenden in dem Vortrag?

Unser Ziel ist es, UX als festen Bestandteil in unserer Strategie zu verankern. Wir befinden uns selbst noch auf dem Weg dort hin, möchten aber unsere bisherigen Erfahrungen gerne mit euch teilen. Konkret zeigen wir euch:

  • wie wir Erkenntnisse aus User Research in Anforderungen übersetzen
  • wie uns Prototypen bei der Kommunikation von Anforderungen unterstützen
  • welche KPIs wir gemeinsam mit dem Top-Management entwickelt haben, um regelmäßiges Nutzer:innenfeedback einzuholen
Katharina Schuster
Katharina Schuster

Katharina ist seit 2017 User Experience Designerin bei der Deutschen Post. Zuvor war sie als UX Consultant in der IT-Beratung tätig. Ihre...


Steffen Scheerer
Steffen Scheerer

Steffen ist Pioneer der Agilen Transformation bei der Deutsche Post AG. Als Scrum Master und Agile Coach hat er in der Vergangenheit...

45 Minuten Vortrag

Alle Level
Zeit

14:00-14:45
21. September


Zielgruppe

Product-Owner, Scrum Master, Agile Coaches, Business Analysten, UX Designer:innen, Management


Themengebiet

RE und Customer / User eXperience


Raum

tba


ID

Mi2.3

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